18.06.2013
“Das Hamburger Tierversuchslabor LPT ermordet tausende Tiere jährlich – damit muss Schluss sein! Am 29. Juni 2013 findet daher eine bundesweite Großdemonstration für ein Ende der Tierversuche und die Schließung von LPT statt. Die Demonstration ist der Auftakt einer neuen Kampagne gegen das LPT!
LPT gehört zu den größten Auftragslaboren in Deutschland und betreibt unter anderem ein Labor in Hamburg-Neugraben sowie ein weiteres in Mienenbüttel nahe Hamburg. In Mienenbüttel werden u.a. auch die Beagles – gut sichtbar für SpaziergängerInnen – und die Affen gehalten. LPT führt im Auftrag unterschiedlicher Industrien vor allem Giftigkeitsprüfungen an Mäusen, Ratten, Hunden, Kaninchen oder Affen durch.
Die Betreiberfamilie Leuschner hält sich seit jeher sehr bedeckt, aber eines machte sie gegenüber der Presse unlängst deutlich: Kein Tier verlässt die Labore lebend. Bei LPT und anderen Tierversuchslaboren werden den Tieren die Knochen gebrochen, ihre Haut wird verätzt, sie werden vergiftet oder künstlich geschwängert, sie werden mit Krankheiten infiziert oder ihnen wird die Nahrung entzogen. Was für LPT jedoch alltägliche Normalität ist, ist für uns ein Grund zum vehementen Protest. Solange es Tierversuche gibt und solange Tiere durch Menschen genutzt werden, werden wir für die Freiheit der Tiere kämpfen.
Am 29. Juni werden wir im Rahmen eines Aktionswochenendes auf die Straße gehen und unserer klaren Forderung Nachdruck verleihen: LPT muss geschlossen werden! Weitere Veranstaltungen und Proteste am Wochenende sind in Planung. Kommt nach Hamburg und setzt euch mit uns gegen die Gewalt an Tieren ein!
29.6. 2013, Hamburg
Treffpunkt: S-Bahnhof Hamburg-Neuwiedenthal, 12 Uhr
Mehr Informationen, Material und Hintergründe gibt es auf unserer Kampagnenseite.
http://www.lpt-schliessen.org”
25.04.2013
Am 20. April 2013 riefen die Tierversuchsgegner und der Tierschutzverein Berlin/Brandenburg zu einer großen Demonstration gegen Tierversuche auf.
Die Demo hatte eine klare Tierschutzausrichtung, trotzdem entschieden wir uns daran teilzunehmen, um zum einen Tierbefreiungspositionen mit einzubringen und zum anderen, um die im Tierschutzbereich bisher eher wenig bekannte Air France Kampagne zu verbreiten.
Leider wurde uns verwehrt, einen eigenen Redebeitrag zu halten, sodass wir nur durch Flyer, Transparente und Sprüche skandieren auf uns und unsere Positionen aufmerksam machen konnten. Der Tierbefreiungsblock war gut besucht, allgemein gab es viele Menschen mit Animal Liberation Aufnähern und ähnlichen Statements, leider aber auch viele Menschen, denen es offensichtlich nur um die Abschaffung von Tierversuchen ging, was durch ihre Transparente und Schilder klar wurde. Durch durchgehendes Skandieren waren wir sicherlich einer der lautesten Blöcke der Demo und wir konnten auch hören, wie unsere Sprüche sich nach vorne weitertrugen und aufgenommen wurden, wie z.B. “Tiere sind keine Ware”, “Tierausbeutung gehört – abgeschafft!” und sogar “Tiere wollen leben – lebt vegan!”. Auch die verteilten Protestpostkarten und Flyer zur Air France Kampagne wurden gerne genommen, sodass eins unserer Ziele, die Kampagne gegen den Tierversuchstransport bei Air France bekannter zu machen, auf jeden Fall erfolgreich war. Insgesamt nahmen ca. 2000 Menschen an der Demonstration teil.

Wie schon im Vorfeld kritisiert, durfte bei der Abschlusskundgebung Wolfgang Apel sprechen, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes und Präsident des Tierschutzvereins Berlin/Brandenburg. Gleichzeitig ist Wolfgang Apel Vorstand von Neuland e.V. (“Qualitätsfleisch aus besonders artgerechter und umweltschonender Tierhaltung”). Für uns ist es ein Skandal, dass auf der Demonstration einem Menschen eine Plattform geboten wird, der an Tierausbeutung verdient. Wolfgang Apel ist ein Vertreter der (Bio-)Fleischindustrie und legitimiert und bewirbt somit persönlich das massenhafte Töten von Tieren. Zum Glück waren noch andere Menschen empört, sodass die Rede Wolfgang Apels durch das Hochhalten von Schildern und auch teilweise durch Rufe “Neuland ist schuldig, Apel macht mit, auf Kosten der Tiere ein Mordsprofit” gestört wurde und Apel offensichtlich verunsichert war. Eine Demoteilnehmerin versuchte ein Schild wegzureißen, da man ja wegen der Tierversuche da sei und das nichts mit Fleisch zu tun habe, ansonsten wurde versucht die Schilder mit Transparenten zu verdecken. Die Securitys haben kaum reagiert. Die Schilder der Apel-Kritiker mit den Sätzen “Tierschutzlabel abschaffen, artgerecht ist nur die Freiheit!”, “Gewalt bleibt Gewalt, Tierschutzlabel abschaffen!” und “Tierausbeutung abschaffen, nicht reformieren!” wurden abwechselnd zur Bühne und ins Publikum gehalten. Während der Demonstration wurden vermutlich von den gleichen Menschen Flyer verteilt, die die Kritik an Wolfgang Apels Teilnahme an der Demonstration verdeutlichten und sie wurden anscheinend erstaunlich positiv aufgenommen. Viele Teilnehmer_innen wussten vielleicht nichts von Wolfgang Apels Engagement in der Fleischindustrie und wir hoffen, dass die schon stattgefundene interne Diskussion über die Teilnahme Apels bei der nächsten Demonstration ausgeweitet wird und dazu führt, dass einem Menschen, der zwar den Schutz der Tiere predigt, andererseits aber an deren Ausbeutung persönlich verdient, keine Plattform mehr gegeben wird.

Für uns war es wichtig, Tierbefreiungspositionen in die Demonstration zu tragen. Die Unterstützung durch viele Menschen, die mit und in der Nähe des Tierbefreiungsblocks liefen und mitskandierten, lässt Hoffnung machen, dass auch Tierbefreiungspositionen verbreitet werden konnten und wir denken, dass wir ein paar Menschen zum Nachdenken anregt wurden. Mit unseren Transparenten und Protestpostkarten konnten wir auf die internationale Kampagne gegen Air France aufmerksam machen, wodurch der Druck gegen das tierausbeuterische Unternehmen steigt. Vielen Dank an alle, die mit uns gelaufen sind und ihren Protest lautstark auf die Straße gebracht haben!

22.03.2013
Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung blickt nunmehr auf eine
30-jährige Geschichte in den deutschsprachigen Ländern zurück. Eine
Vielzahl von Gruppen, Kampagnen und Vereinen setzt sich für die
Befreiung der Tiere und die Abschaffung jeglicher Unterdrückung der
Tiere durch die Menschen ein. Die verschiedenen Organisationen und
Gruppen berichten auf eigenen Webseiten und über soziale Netzwerke über
Proteste, aktuelle Recherchen oder die Weiterentwicklung theoretischer
Überlegungen. Eine Informationsquelle, die einen Überblick über die
vielfältigen Aktivitäten der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung
gibt, gab es bisher jedoch nicht.
Die Webseite tierrechtsbewegung.info möchte diese Lücke schließen und
hat zum Ziel einen Überblick über die Tierrechts- und
Tierbefreiungsbewegung mit ihren Zielen, Inhalten, Konzepten und
Diskussionen zu geben und Hintergrundinformationen über sie bereit zu
halten. Zudem soll sie über aktuelle Kampagnen, Debatten, Aktionen und
Termine informieren.
Sie ist ein Projekt von Aktiven aus der Tierrechts- und
Tierbefreiungsbewegung und repräsentiert keinen Verein, Dachverband oder
eine feste Organisationsstruktur. Die Seite wurde von Tierbefreiung
Hamburg initiiert, wird aber von einer Redaktion aus verschiedenen
zumeist langjährigen Aktivist_innen mit Inhalten und Informationen gefüllt.

18.03.2013
Am 09. März blockierten TierbefreiungsaktivistInnen des
Aktionsbündnisses Mastanlagenwiderstand einen Schlachthof der Firma
Wiesenhof in Bogen, Bayern. Durch diese Aktion des zivilen Ungehorsams
sollte auf die alltägliche und systematische Gewalt, die Hühner im
Auftrag von Wiesenhof erfahren, protestiert werden. Durch z.B.
Ankettungen der AkvistInnen sollte der Betrieb unterbrochen sowie auf
die Forderungen einer Abschaffung der Tierausbeutung aufmerksam gemacht
werden.
Wir freuen uns über diese Aktion und sehen diese als ein geeignetes
Mittel an, direkt in den Tierausbeutungsapparat einzugreifen sowie
Akteure der Tierausbeutungsindustrie mit Protest zu konfrontieren.
Darüberhinaus hat die mediale Berichterstattung hoffentlich dafür
gesorgt, dass Anliegen der AkvistInnen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Aktionen wie in Bogen zeigen, dass es der Tierbefreiungsbewegung ernst
ist mit ihrem Ziel, der Gewalt gegen Tiere ein Ende zu setzen.
Tierbefreiung Hamburg bedankt sich ausdrücklich bei allen, die an der
Aktion beteiligt waren und hofft, dass diese Aktion viele NachahmerInnen
findet.
Da Aktionen des zivilen Ungehorsams, nicht zuletzt durch die bewusst in
Kauf genommenen möglichen strafrechtlichen Sanktionen, finanzielle
Mittel benötigen, ruft das Bündnis zu Spenden auf. Es ist Aufgabe
unserer Bewegung, Aktionen wie in Bogen kollektiv zu unterstützen, und
damit zumindest die finanziellen Risiken nicht einigen wenigen zu
überlassen.
Wir haben bereits Geld auf das Spendenkonto überwiesen, und fordern auch
andere Aktive bzw. sich mit der Aktion solidarisierende Personen auf,
dies zu tun. Lasst die AktivistInnen eure praktische Solidarität spüren!
Für ein Ende der Firma Wiesenhof und jeglicher Schlachthöfe! Spenden
gehen an folgendes Konto:
„Spenden & Aktionen“
KontoNr. 92881806
Volksbank Mittelhessen
BLZ 513 900 00
Betreff: “MASTANLAGEN WIDERSTAND“
Blockiert das Tiermordsystem, keine Ruhe den TiermörderInnen!
http://www.youtube.com/watch?v=VOji3uWzGuA&feature=youtu.be
11.03.2013
Am 9. März wurde der Stand von SkyTeam/Air France auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin um 12 Uhr von einer Gruppe Aktiven der Tierbefreiungsbewegung besucht.
Hintergrund ist der Transport von Tieren für die Tierversuchsindustrie, der von Air France durchgeführt wird. AIR FRANCE ist die letzte europäische Fluggesellschaft, die am Transport von Versuchstieren festhält. Seit einiger Zeit gibt es eine Kampagne gegen AIR FRANCE-KLM um sie zu überzeugen, aus dem grausamen Geschäft auszusteigen. Auch die BerTA beteiligt sich an der Kampagne und begrüßt die Aktion auf der ITB!
Aktionsbericht und mehr Infos unter:
http://stopvivisection.blogsport.de/2013/03/10/go-in-in-berlin-bei-der-itb-gegen-air-france-klm//
14.02.2013
Am Sonntag, 03.02.2013, fanden sich ca. 12 Aktivist_innen am Berliner Flughafen Tegel ein, um wie jeden zweiten Sonntag, ein Zeichen zu setzen gegen den Handel und Transport von sogenannten Labortieren, den Air France-KLM weiterhin betreiben. Durch lautes und andauerndes Rufen von Sprüchen wie z.B. “Vivisection is a lie, how many animals have to die” oder “Air France – Air Souffrance”, konnte in dem recht engen Bereich des Flughafens, in dem Air France–KLM ihre Fluggäste abfertigen, deutlich auf das Anliegen der Aktivist_innen aufmerksam gemacht werden. Ebenso fanden die Redebeiträge, die regelmäßig verlesen wurden, ohne viel Umgebungslärm sicher ihren Weg ins Ohr vieler Fluggäste.
Nachdem sich eine wichtig dreinschauende Angestellte von Air France-KLM bei der Polizei beschwerte, dass der Lärm den Arbeitsablauf am Schalter störe, wurden die Kundgebungsteilnehmer_innen dazu aufgefordert, das Rufen einzustellen. Außerdem stand eines der drei verwendeten Transparente so, dass angeblich kein ungehinderter Zugang mehr zu den Abfertigungsterminals möglich war. Der Meinung der Kundgebungsteilnehmer_innen nach war sowohl dies als auch die Beeinträchtigung des Abfertigungsbetriebs durch die Geräuschkulisse Auslegungssache. Damit entstand eine stellenweise hitzige Diskussion mit der Polizei und leichtes Geschubse von Seiten der Beamt_innen, die daraufhin Verstärkung anforderten und damit drohten, die Kundgebung aufzulösen.
Um nicht schon nach einer halben Stunde wieder nach Hause fahren zu müssen, beschränkten sich die Aktivist_innen fortan auf die Redebeiträge und darauf, Sprüche nur noch einzeln zu rufen statt im Chor. Das schien den Polizeibeamt_innen vor Ort Entgegenkommen genug zu sein. Die Aufgabe der angeforderten Verstärkung mit Schlägerhandschuhen beschränkte sich somit auf finster gucken. Und unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Willkürliche Beschränkungen öffnen stets auch Wege, die sonst nicht beschritten worden wären. Peinlich genau darauf achtend, dass nie mehr als eine Person gleichzeitig die Stimme erhebt (auch eine Stimme kann laut sein!) und mit kurzen Pausen für die Lautsprecherdurchsagen wurde sich beim Rufen während der Sprüche mehrmals abgelöst, der Ball hin und her gespielt. Gepaart mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik wurde allen Anwesenden somit ein dramatisches und doch dynamisches Schauspiel mit 3D Sound geboten.
Alles in allem war es eine gelungene Kundgebung. Ob es für das nächste Mal strengere Auflagen geben wird, ist unklar. Doch das zeigt zumindest, dass der Protest da ankommt, wo er hin soll, und Air France – KLM sich damit auseinanderzusetzen hat.
05.01.2013
Di, 08.01.13, 18:00 Uhr
Solitag für Lebenshöfe
Auf Lebenshöfen bekommen nichtmenschliche Tiere nach oftmals schrecklichen, traurigen und leidvollen Erfahrungen die Chance, ein Leben als freies Individuum zu führen und nicht wegen ihrer Milch, ihrer Eier, Haut, Wolle, ihres Fleisches oder wegen ihrer Kunststücke ausgebeutet und getötet zu werden. Wenn ein Tier vor dem Schlachter, Tierversuchen, dem Zirkus, Zoo usw. gerettet wird, braucht es einen Platz zum Leben. Die praktische Arbeit, die auf Lebenshöfen geleistet wird, ist eine notwendige und logische Konsequenz aus der Tierbefreiungsarbeit. Deshalb sollen die nächsten Solitage für verschiedene Lebenshöfe stattfinden. Dieses Mal soll die Spende an den Verein free animal e.V. gehen. Der Verein unterstützt mehrere Höfe, die den dort lebenden Tieren, die sonst beispielsweise geschlachtet worden wären, ein möglichst schönes und ausbeutungsfreies Leben ermöglichen.
Mehr Infos zu free animal unter
http://www.free-animal.de
Ort: vegane Pizzeria Sfizy Veg, Treptower Straße 95, Nähe S-Bhf Sonnenallee, Bus M41, 171 (Hertzbergplatz)
29.12.2012
Am Freitag, den 21.12.12 fanden in Berlin zwei jeweils einstündige Kundgebungen bei Bogner und Burberry statt. Da sich beide auf dem Kurfürstendamm befinden, hatten sich die Aktivist_innen entschieden, beide Geschäfte zu besuchen. Die Kundgebungen waren Bestandteil der Aktionstage gegen Pelzwaren verkaufende Unternehmen, zu denen die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) aufgerufen hatte. Mit dabei waren extra für die Aktion angefertigte Transparente, die aus durchsichtigem Stoff bestanden und mit roter Farbe überschüttet worden waren.
Die Transparente sahen aus, als hätte jemand viel Blut verschüttet und wurden vor die Schaufenster der Geschäfte gelegt. So entstand der Eindruck, als würde aus den Schaufenstern Blut fließen. Die ursprüngliche Idee war, diese Transparente auf den Boden vor die Eingänge zu legen, sodass Kund_innen darüber laufen müssen, um in den Laden zu gelangen. Das wurde von der Polizei jedoch als Blockade angesehen und sie durften deshalb nur vor die Schaufenster gelegt werden.
Vor Burberry wurden die Aktivist_innen noch zusätzlich von einem Aktivisten mit Gitarre unterstützt, ansonsten wurden fast durchgängig Sprüche wie “sie haben gelebt, geatmet so wie wir, Pelz ist ein Stück ermordetes Tier” und “Pelzhandel Stopp, Bogner/Burberry Boykott” skandiert. Bei Burberry beschwerten sich die Mitarbeiter_innen sofort, dass Fotos gemacht wurden, da sie selber nicht auf den Fotos sein wollten. Es waren 5 Mitarbeiter_innen und kaum Kund_innen, auch bei Bogner war kaum etwas los. Ein paar Kund_innen konnten wir mit unserer Aktion auf jeden Fall davon abhalten, in die Geschäfte zu gehen und es wurden auch viele informative Flyer gegen Pelz verteilt.