Bericht zum Aktionswochenende gegen Air France – KLM 5./6. Juli 2014

11.07.2014

Zum 5. und 6. Juli 2014 rief das Kampagnennetzwerk „Stop Vivisection“ international zu Protesten gegen Air France-KLM auf. Die Fluggesellschaft ist nach wie vor das weltweit größte Transportunternehmen für sogenannte Versuchstiere. Air France-KLM fliegt jährlich tausende Primaten und andere Tiere wie z.B. Hunde, Katzen und Mäuse in europäische und nordamerikanische Tierversuchslabore. Airlines wie diese sind die entscheidende Verbindung zwischen den Zuchtanlagen im Ausland (wie z.B. Mauritius) und den Versuchslaboren. Würde Air France aufhören Tiere zu transportieren, wäre dies ein herber Schlag gegen die Versuchstierindustrie und in Verbindung stehenden Pharmaunternehmen.

Auch die Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) beteiligte sich am 05.07. an den Protesten mit zwei gleichzeitig stattfindenden Kundgebungen im Flughafen Tegel und einer Die-In Aktion außerhalb vor dem Terminal D.
Die ganze Zeit über waren bis zu 15 Aktivist_innen an den Protesten beteiligt, hielten Transparente und Schilder und verteilten hunderte Flyer an die vorbeikommenden Passagiere. Während vor dem Air France Check In (im Terminal D) wenig Betrieb war, quollen die anderen Terminals förmlich über. Auch am Verkaufsschalter im Terminal A war überwiegend Langeweile angesagt. Die Passagiere, die andere Airlines bevorzugten, gaben im Prinzip nur positives Feedback. Einige interessierte Nachfragen und Gespräche rundeten die engagierten Aktionen ab.

Nach etwa 1 ½ Stunden Kundgebung sammelten sich alle Demonstrant_innen vor dem Gebäude auf der Freifläche, um durch einen Die-In auf die bedrückende Situation der sogenannten Versuchstiere aufmerksam zu machen. Während des Die-In’s wurde ein Informationstext auf deutsch und englisch vorgetragen. Auch diese Aktion zog zahlreiche Menschen an und es wurden viele Fotos geschossen, sowie Respekt für die Aktionen bekundet.

Zeitgleich zu den Kundgebungen und des Die-In’s solidarisierten sich die Aktivist_innen mit der Flüchtlingsbewegung weltweit und mit allen Geflüchteten speziell in Berlin. Dies geschah durch zwei Transparente an den jeweiligen Kundgebungsorten und einem kleinen Redebeitrag während des Die-In’s.

Negativ bleibt zu erwähnen, dass es den Versuch eines Neonazis gab sich an den Kundgebungen gegen Air France zu beteiligen. Die gleiche Person versuchte dies schon zur Internationalen Tourismus Börse im März 2014 (auch gegen Air France), wurde aber konsequent beim Eintreffen der Demonstration verwiesen. Auch am Samstag holte er sich gleich nach seinem Eintreffen eine Abfuhr ein und trat den Rückzug an. Der Mensch hat auf Facebook das Pseudonym „Über Mensch“ und u.a. Udo Voigt in seiner Freund_innenliste. Zahlreiche weitere Bilder und „Likes“ weisen auf seine Gesinnung hin. Sollte er sich zu weiteren Demonstrationen einfinden, sollte er schnellstmöglich dieser verwiesen werden. Nazis und andere antiemanzipatorische Vollidioten haben weder in der Tierbefreiungsbewegung noch sonst irgendwo etwas verloren.

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