{"id":2962,"date":"2015-09-12T14:05:08","date_gmt":"2015-09-12T12:05:08","guid":{"rendered":"http:\/\/berta-online.org\/?p=2962"},"modified":"2017-09-01T16:44:10","modified_gmt":"2017-09-01T14:44:10","slug":"aktionsbericht-zur-trauerdemonstration-gegen-pelz-am-05-09-2015-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berta-online.org\/?p=2962","title":{"rendered":"Aktionsbericht zur Trauerdemonstration gegen Pelz am 05.09.2015 in Berlin"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">\nDas erste Septemberwochenende 2015 war der Startschuss zur kommenden Kampagne gegen das Modeunternehmen Peek &#038; Cloppenburg (West) und dem Schwesterunternehmen Anson&#8217;s. Zur Kampagne hatte die \u201eOffensive gegen die Pelzindustrie\u201c (OGPI) aufgerufen und \u00fcber das ganze Wochenende verteilt kam es zu mehreren Kundgebungen und Demonstrationen in ganz Deutschland. In Berlin gibt es mittlerweile 6 P&#038;Cs sowie eine Anson&#8217;s-Filiale und somit konnte sich im Prinzip ausgesucht werden, in welchem Stadtteil und vor welchem Laden demonstriert werden w\u00fcrde.\n<\/p>\n<p><center><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/berta-online.org\/wp-content\/uploads\/150905_trauerdemo01.jpg\" alt=\"\"width=\"540\"\/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p align=\"justify\">\nDa wir, die Berliner Tierbefreiungsaktion, schon w\u00e4hrend der ersten Kampagne gegen P&#038;C, zu Beginn der 2000er Jahre, beteiligt waren, stand es au\u00dfer Frage, auch dieses Mal dem Modeunternehmen zu zeigen, was wir von ihren Gesch\u00e4ftspraktiken halten. Geplant und schlussendlich auch umgesetzt, wurde eine sogenannte Trauerdemonstration im Berliner Stadtteil Charlottenburg, zwischen zwei P&#038;C Filialen. Des Weiteren wurde dazu aufgerufen, auf Logos und Vereinsnamen zu verzichten und den Fokus an diesem Tag auf sogenannte Pelztiere zu legen. Selbst zu uns, als organisierende Gruppe, gab es keinerlei Hinweise durch Transparente oder Flyer.\n<\/p>\n<p align=\"justify\">\nTrotz des Fokus auf sogenannte Pelztiere an diesem Tag, war und ist uns das Schicksal von derzeit tausenden Menschen auf der Flucht nat\u00fcrlich nicht egal. Somit wurde sich vor der Demonstration, in der Auftaktrede und w\u00e4hrenddessen, durch ein Transparent (Kein Mensch ist illegal \u2013 Kein Tier ist egal), mit allen Gefl\u00fcchteten sowie mit allen weiteren Tieren, die von Ausbeutung betroffen sind, solidarisiert.\n<\/p>\n<p><center><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/berta-online.org\/wp-content\/uploads\/150905_trauerdemo10.jpg\" alt=\"\" width=\"540\"\/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p align=\"justify\">\nTreffpunkt und Beginn der Auftaktkundgebung war der Laden in der Wilmersdorfer Stra\u00dfe. Hier legten wir &#8218;blutige&#8216; Transparente, Blumen, S\u00e4rge, Infotafeln und weitere Requisiten direkt vor den Schaufenstern ab. Schon w\u00e4hrenddessen kamen erste Passant_innen vorbei, lasen interessiert die Tafeln und Flyer. Nach etwa einer halben Stunde gab es den ersten Redebeitrag und letzte Informationen, danach wurde sich relativ z\u00fcgig zum in der N\u00e4he befindlichen Stuttgarter Platz begeben, wo die Demonstration startete. Es wurde die ganze Zeit der Demonstration \u00fcber klassische Musik und eingesprochene Jingles, welche \u00fcber die Kampagne informierten, abgespielt. Der restliche Demonstrationszug verhielt sich still und ruhig und bildete somit ein kontrastiertes Bild zu den Konsummeilen Wilmersdorfer Stra\u00dfe und Kurf\u00fcrstendamm. \u00dcber den Adenauerplatz ging es \u00fcber den Ku&#8217;damm, an Max Mara  und einigen davor postierten Beamt_innen vorbei, zum Zwischenkundgebungsort Burburry.<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<center><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/berta-online.org\/wp-content\/uploads\/150905_trauerdemo15.jpg\" alt=\"\" width=\"540\"\/><br \/>\n<\/center>\n<\/p>\n<p>Hier versammelten sich alle Teilnehmer_innen der Demonstration vor dem Laden, es wurden f\u00fcr alle ermordeten Tiere symbolisch Kr\u00e4nze abgelegt, eine kurze Rede vorgelesen und eine Schweigeminute abgehalten. Nachdem sich der Demonstrationszug wieder in Bewegung gesetzt hatte, ging es das letzte St\u00fcck der Route \u00fcber den Kurf\u00fcrstendamm zur Tauentzienstra\u00dfe und vor die n\u00e4chste P&#038;C Filiale. Die ganze Zeit \u00fcber wurden Flyer an Passant_innen verteilt, welche \u00fcberwiegend positiv entgegengenommen wurden. Angekommen in der Tauentzienstra\u00dfe, stellten sich wieder alle Demonstrationsteilnehmer_innen vor dem Laden auf, der Bereich vor den Schaufenstern wurde passend zur Firmenpolitik von P&#038;C gestaltet und noch einmal die Jingles abgespielt. Mit dem Abschlussredebeitrag endete auch die Demonstration. Im Nachhinein k\u00f6nnen wir gute Bilanz des ganzen Tages ziehen.\n<\/p>\n<p><center><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/berta-online.org\/wp-content\/uploads\/150905_trauerdemo09.jpg\" alt=\"\" width=\"360\"\/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p align=\"justify\">\nPositiv bleibt festzuhalten, dass wir unser Konzept der Trauer mit einer ruhigen Demonstration und dem Fokus auf sogenannte Pelztiere, erfolgreich umgesetzt haben. Sich dem Thema auf diese Art zu n\u00e4hern war f\u00fcr uns als Gruppe etwas neues und wird sicherlich in unser Repertoire einflie\u00dfen. Auch von Teilnehmer_innen gab es praktisch nur positive R\u00fcckmeldungen, was das Konzept anbelangt. Negativ bleibt anzumerken, dass wir mit knapp \u00fcber 80 Teilnehmer_innen viel zu wenig Menschen mobilisieren konnten. Ob es allerdings an der Bitte auf Logos zu verzichten lag, dass gr\u00f6\u00dfere Tierrechtsorganisationen fern blieben, am wechselhaften Wetter, dem nicht mehr ganz so pr\u00e4senten Thema Pelz oder anderen Gr\u00fcnden, muss noch einmal analysiert werden. Schade war es allemal, da es sich bei der heutigen Demonstration anbot, den Hintern mal wieder auf die Stra\u00dfe zu bringen und seine Trauer und Entt\u00e4uschung \u00fcber die Unternehmenspolitik bei P&#038;C zu \u00e4u\u00dfern.\n<\/p>\n<p><center><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/berta-online.org\/wp-content\/uploads\/150905_trauerdemo21.jpg\" alt=\"\" width=\"540\"\/><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p align=\"justify\">\nFestzuhalten bleibt dennoch, dass die Kampagne gegen P&#038;C sp\u00e4testens heute auch in Berlin begonnen hat und das Unternehmen mit zahlreichen Aktionen und Kundgebungen rechnen muss. Daher von uns die Bitte: bringt euch ein mit eurer Kraft und eurer Kreativit\u00e4t, schreibt Emails und Briefe, unterst\u00fctzt die Aktivist_innen vor Ort oder organisiert selbst etwas. Dass wir den l\u00e4ngeren Atem haben werden wissen wir schon jetzt, wir brauchen jedoch euch und eure Ausdauer. Informiert euch bei der OGPI und lasst uns gemeinsam so schnell wie m\u00f6glich Peek &#038; Cloppenburg aus dem Pelzhandel kicken.\n<\/p>\n<p>Weitere Infos:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/offensive-gegen-die-pelzindustrie.net\/wordpress\/pc-kampagne\/\" target=\"_blank\">http:\/\/offensive-gegen-die-pelzindustrie.net\/wordpress\/pc-kampagne\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Septemberwochenende 2015 war der Startschuss zur kommenden Kampagne gegen das Modeunternehmen Peek &#038; Cloppenburg (West) und dem Schwesterunternehmen Anson&#8217;s. 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