{"id":50,"date":"2010-08-27T14:44:58","date_gmt":"2010-08-27T12:44:58","guid":{"rendered":"http:\/\/berta-online.org\/?page_id=50"},"modified":"2010-08-29T17:28:16","modified_gmt":"2010-08-29T15:28:16","slug":"unsere-solidaritat-kennt-keine-grenzen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/berta-online.org\/?page_id=50","title":{"rendered":"Unsere Solidarit\u00e4t kennt keine Grenzen"},"content":{"rendered":"<div>\n<h2>Unsere Solidarit\u00e4t kennt keine Grenzen<\/h2>\n<h3>Infoveranstaltung zur Repression gegen die Tierbefreiungsbewegung in \u00d6sterreich und zum aktuellen Stand des mg-Verfahrens<\/h3>\n<p><strong> Im Mai 2008 holte der \u00f6sterreichische Staat zum Schlag gegen die  Tierbefreiungs- und Tierschutzbewegung aus. Nach jahrelangen  Ermittlungen und  \u00dcberwachungen folgte am 21.05. eine Durchsuchungswelle, in deren  Anschluss 10 Aktivist_innen der Tierbefreiungs- und Tierschutzbewegung  f\u00fcr  Monate in Untersuchungshaft genommen wurden. Die rechtliche Grundlage  bildet der Paragraph 278a des \u00f6sterreichischen Strafgesetzbuches,  der Vorwurf Bildung einer kriminellen Organisation. <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Tierbefreier_innen in \u00d6sterreich geh\u00f6ren Repressalien, wie  Einschr\u00e4nkungen der Demonstrationsrechte zum Alltag der politischen  Arbeit.  F\u00fcr \u00f6sterreichische Verh\u00e4ltnisse neu ist allerdings das Ausma\u00df; der  Repression, wie die Bezugnahme auf den Ermittlungsparagrafen 278a.  Die Repression richtet sich sowohl gegen Aktivist_innen der linken  Basisgruppe Tierrechte, als auch Tierschutzorganisationen aus dem  b\u00fcrgerlichen Spektrum.  Der auf die sog. Organisierte Kriminalit\u00e4t und &#8218;Terrorist_innen&#8216;  zugeschnittene \u00a7278a erm\u00f6glicht \u00c3\u0153berwachungen unter Aussch\u00f6pfung aller  technischen Mittel,  sowie langj\u00e4hringe Haftstrafen im Falle einer Verurteilung. Begr\u00fcndet  wird die Anwendung des \u00a7278a im aktuellen Fall dadurch, dass die  Betroffenen sich an der  Organisation von erfolgreichen Kampagnen gegen Modeunternehmen und  Pharmakonzerne beteiligt h\u00e4tten, in deren Zusammenhang es auch zu  illegalisierten  Aktionsformen wie \u00f6konomischen Sabotagen gekommen sei. Im aktuellen  Verfahren nach \u00a7278a werden Parallelen zu den Paragrafen 129ff des  deutschen  Strafgesetzbuches (StGB) und zum Berliner Prozess gegen vermeintliche  Mitglieder der militanten gruppe deutlich:<\/p>\n<p>Axel, Florian und Oliver wurden im Juli 2007 verhaftet, nachdem sie  versucht haben sollen, einen Brandanschlag auf Milit\u00e4rfahrzeuge zu  ver\u00fcben.  In dem im September 2008 er\u00f6ffneten Prozess geht es aber nicht  vordergr\u00fcndig um die ihnen zur Last gelegte versuchte Brandstiftung,  sondern um die  vermeintliche Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg), einer laut  Anklage kriminellen Vereinigung gem\u00e4\u00df \u00a7129 StGB. Der Verdacht auf  Mitgliedschaft in einer  kriminellen Vereinigung wird, f\u00fcr Ermittlungen nach den Paragrafen 129ff  nicht un\u00fcblich, juristisch abenteuerlich begr\u00fcndet: Die Angeklagten  h\u00e4tten umfangreiche  Kontakte in der linken Szene, w\u00fcrden zu &#8222;anschlagsrelevanten Themen&#8220;  publizieren und sich gegen Strafverfolgungsma\u00dfnahmen abschirmen. Mit  &#8222;klassischer&#8220;  Strafverfolgung hat dies wenig zu tun, vielmehr geht es um  ausschlie\u00dflich politische Repressionsma\u00dfnahmen gegen linke Strukturen.  Auch im Falle des \u00a7278a-Verfahrens  gegen die \u00f6sterreichischen Tierbefreier_innen geht es nicht darum den  Angeklagten konkrete Straftaten nachzuweisen, sondern strafrechtlich  verfolgt wird die  vermeintliche Beteiligung an einer kriminellen Organisation.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich in \u00d6sterreich linke Gruppen, Studierendenverb\u00c3\u00a4nde,  Tiersch\u00fctzer_innen, Gr\u00fcne und B\u00fcrgerrechtsorganisationen mit den  angeklagten Tierbefreier_innen  solidarisierten und auch die Abschaffung des \u00a7278a forderten, blieben  Proteste in Deutschland eher auf die Tierbefreiungsszene beschr\u00e4nkt.  Grund hierf\u00fcr ist  sicherlich nicht nur eine r\u00e4umliche Distanz, sondern auch eine Skepsis  auch vieler linker Gruppen gegen\u00fcber Tierbefreier_innen und ihren  Forderungen.  Aus einem politischen Selbstverst\u00e4ndnis, welches insbesondere politisch  motivierte Repression ablehnt, gilt es jedoch sich mit den Angeklagten  zu solidarisieren  und gemeinsam gegen die Repression vorzugehen. Nicht zuletzt, da das  versch\u00e4rfte Vorgehen von Justiz und Polizei gegen politische Proteste in  \u00d6sterreich wohl kaum  auf die Tierbefreiungsbewegung beschr\u00e4nkt bleiben wird.<\/p>\n<p><strong> Zum aktuellen Stand des \u00a7278a-Verfahrens und zum mg-Prozess, sowie zur  Bedeutung von Repression und Solidarit\u00e4t aus Sicht der Betroffenen  diskutieren:<\/p>\n<p>* ein Angeklagter der Basisgruppe Tierrechte (BaT)<br \/>\n* eine Aktivistin der Soligruppe f\u00fcr die Betroffenen (Antirep2008)<br \/>\n* ein Angeklagter des \u00a7129-Verfahrens gegen die militante gruppe<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p><\/strong> <em>Antirep2008-Soligruppe f\u00fcr die Betroffenen des \u00a7278a-Verfahrens<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.antirep2008.tk\/\">www.antirep2008.tk<\/a> <\/em><br \/>\n<em>Basisgruppe Tierrechte (Wien)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.basisgruppe-tierrechte.org\/\">www.basisgruppe-tierrechte.org<\/a> <\/em><br \/>\n<em>Einstellungsb\u00fcndnis zum Berliner \u00a7129-Verfahren<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.einstellung.so36.org\/\">www.einstellung.so36.org<\/a> <\/em><\/p>\n<p><strong>14.02.2009 || 19:30 Uhr || Clash im Mehringhof<br \/>\n<\/strong> Veranstaltet von der Berliner-Tierrechts-Aktion (<a href=\"http:\/\/www.berta-online.org\/\">www.berta-online.org<\/a>).<br \/>\nder Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Berlin (<a href=\"http:\/\/www.rote-hilfe.de\/\">www.rote-hilfe.de<\/a>) und<br \/>\nNetzwerk Freiheit f\u00fcr alle politischen Gefangenen Berlin (<a href=\"http:\/\/www.political-prisoners.net\/\">www.political-prisoners.net<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Solidarit\u00e4t kennt keine Grenzen Infoveranstaltung zur Repression gegen die Tierbefreiungsbewegung in \u00d6sterreich und zum aktuellen Stand des mg-Verfahrens Im Mai 2008 holte der \u00f6sterreichische Staat zum Schlag gegen die Tierbefreiungs- und Tierschutzbewegung aus. 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