{"id":41,"date":"2010-08-27T14:41:44","date_gmt":"2010-08-27T12:41:44","guid":{"rendered":"http:\/\/berta-online.org\/?page_id=41"},"modified":"2010-08-29T17:29:15","modified_gmt":"2010-08-29T15:29:15","slug":"abriss-der-geschichtlichen-entwicklung-der-jagd-von-fruher-bis-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/berta-online.org\/?page_id=41","title":{"rendered":"Abriss der geschichtlichen Entwicklung der Jagd von fr\u00fcher bis heute"},"content":{"rendered":"<div>\n<h2>Abriss der geschichtlichen Entwicklung der Jagd von fr\u00fcher bis heute<\/h2>\n<p>Die H\u00e4ufigkeit der Verbreitung der Jagd  in ferner Vergangenheit ist  erst einmal unter klimatischen Gesichtspunkten zu betrachten. In  n\u00f6rdlichen Bereichen stellte sie wohl eine Notwendigkeit zum \u00dcberleben  dar. In w\u00e4rmeren Regionen spielte sie hingegen eher eine untergeordnete  Rolle. \u00dcber 80% der Nahrung wurde durch das Sammeln von Wildfr\u00fcchten und  Wurzeln von \u00fcberwiegend Frauen und Kindern bewerkstelligt. Jagd, eine  brutale \u201e Nebensache\u201c, die zum gr\u00f6\u00dften Teil nicht der Ern\u00e4hrung, sondern  wohl eher der Darstellung \u201e m\u00e4nnlicher\u201c Macht diente. Aber meist war  die Jagd f\u00fcr die damaligen Menschen einfach unrentabel und wurde deshalb  schon nicht h\u00e4ufig ausge\u00fcbt. Auch bestand damals noch etwas wie  Ehrfurcht, Respekt und sogar Verehrung f\u00fcr die Tiere. Alte  Felszeichnungen zeugen heute noch davon.<\/p>\n<p>Mit Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht verschwand die  Nahrungsbeschaffung durch das Sammeln von Wildfr\u00fcchten und Wurzeln und  das Jagen. Es vollzog sich eine Ver\u00e4nderung des  Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnisses. Die Wildtierbest\u00e4nde wurden nicht nur  unwichtig, sondern sogar sch\u00e4dlich f\u00fcr die Menschen. Mit Sch\u00e4digungen an  Feldkulturen und Herdentieren zogen sie den Zorn der so genannten  Bauern auf sich.. Somit war die zuvor noch vorhandene Wertsch\u00e4tzung in  Feindseligkeit \u00fcbergeschlagen. Auch hatte sich das Machtpotential zu  Gunsten des Menschen verschoben. Der Mensch war in der Lage durch das  Entwickeln von Waffen sich einen Vorteil zu verschaffen. Dieses  Machtgef\u00fchl der \u00dcberlegenheit gef\u00fcllt mit Hass und Verachtung zielte  ungez\u00fcgelt nach der Ausrottung von Wildtieren. Bei vielen Tierarten ist  das auch gelungen.<\/p>\n<p>Im Mittelalter war dann aus der Verachtung der Wildtiere eine Jagdform  entstanden, die nur noch dem Vergn\u00fcgen und geselligen Zeitvertreib der  Adligen diente. Diese glorifizierten in unserer Region besonders die  Jagd auf den Hirsch. Auf ihn, aber auch andere gr\u00f6\u00dfere Tiere,  veranstaltete man fr\u00f6hliche Hetzjagden, hoch zu Ro\u00df und von Hunde-Meuten  unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Nach der Revolution im Jahre 1848 wurde das den F\u00fcrsten  und anderen  Adligen vorbehaltene Jagdrecht auf die Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer \u00fcbertragen.  Diesen fehlte oft die Zeit und so waren oft  Feldsch\u00fctzen damit  besch\u00e4ftigt, die Wildsch\u00e4den in Grenzen zu halten.<\/p>\n<p>Im Jahr 1934 wurde dann durch die Nationalsozialisten mit der Schaffung  des Reichsjagdgesetzes das Jagdaus\u00fcbungsrecht neu geregelt. Sie  schr\u00e4nkten die jagdlichen Freiheiten der Gr\u00fcndst\u00fcckseigent\u00fcmer ein und  machten die Jagd mit diesem Gesetz wieder bestimmten Personenkreisen  ganz gezielt zur Lustbefriedigung nutzbar. Um dabei ein Ausrotten der  Wildtiere zu verhindern hatte man noch das Reviersystem eingef\u00fchrt und  den J\u00e4gern die moralische Verpflichtung zur Hege auferlegt.<\/p>\n<p>Das Reichsjagdgesetz wurde in wesentlichen Bestandteilen 1953 als Bundesjagdgesetz \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Durch das Bundesjagdgesetz beg\u00fcnstigt, wird bei uns inzwischen auf fast  allen kommunalen und privaten Naturfl\u00e4chen die Jagd \u00fcberwiegend von  Privatpersonen ausge\u00fcbt, welche diese als Hobby betreiben. Diese  Menschen m\u00fcssen nicht t\u00f6ten, sondern wollen jagen und t\u00f6ten. Sie sind  nicht nur bereit daf\u00fcr viel Zeit zu investieren, sondern auch noch viel  Geld zu bezahlen. Und das nur, damit sie ihrem Hobby-Mord ganz legal in  ihrer Freizeit betreiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1977 wurde eine \u00c4nderung des Bundesjagdgesetzes vorgenommen,  welche die bereits betriebene jagdliche Abwegigkeit nur noch mehr  beg\u00fcnstigte. Es wurde die bisher freiwillige, aber schon allzu \u00fcppig  betriebene und die Wildbest\u00e4nde und damit die Wildsch\u00e4den steigernde  Hege nun auch noch gesetzlich zur Pflicht gemacht. Diese gesetzlich  abgesegnete Hege dient nur dazu noch mehr Tiere bejagen zu k\u00f6nnen.  Offensichtlich bezweckt dieser gesetzliche Unsinn nichts anderes, als  nur noch die rechtliche Absicherung zu sinnlosem Tiermord und der auch  daraus entstehenden \u00f6kologischen Folgen. Aber das Jagdgesetz wurde doch  einst von den Nazis in erster Linie zur Beg\u00fcnstigung der Lust-Jagd  geschaffen und genau den Zweck erf\u00fcllt dieses Gesetz, mit einer Menge  solcherart unvern\u00fcnftiger und unzeitgem\u00e4\u00dfer Regelungen, heute noch mehr  als fr\u00fcher.<\/p>\n<p><strong>Fakten und Hintergr\u00fcnde zur Jagd<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Jagd in Deutschland  kommen jedes Jahr etwa 5 Millionen  Wildtiere durch j\u00e4gerische Flinten und Fallen zu Tode. Etwa 300.000  J\u00e4ger treiben ihr Unwesen in Wald und Flur.<\/p>\n<p>Deutschland ist das Land mit der gr\u00f6\u00dften Hochsitzdichte und entspricht  mit seinen 96 jagdbaren Tierarten nicht einmal den internationalen  Standards des Naturschutzes. Zahlreiche in Deutschland immer noch  jagdbare Arten (Feldhase, Baummarder, Waldschnepfe, Rebhuhn) stehen  bundes- oder landesweit auf der Roten Liste der gef\u00e4hrdeten Arten. Die  Jagd ist nicht der einzige Gef\u00e4hrdungsgrund, allerdings tr\u00e4gt der  Abschuss eh schon bedrohter Tierarten bestimmt nicht zu deren Erhalt  bei. Die Sch\u00e4den durch die Jagd sind durch die Entwicklung der  Waffentechnologie enorm: Seit dem 17. Jahrhundert ist die Jagd und die  Zerst\u00f6rung von nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen durch den Menschen f\u00fcr 57% der  ausgerotteten V\u00f6gel- und f\u00fcr 62% der ausgerotteten S\u00e4ugetierarten  verantwortlich.<\/p>\n<p>Jagd ist Teil eines Weltbildes, das auf Hierarchien beruht, auf  Herrschaft \u00fcber Tiere, Menschen und die Natur.\u201c Grenzenlos Natur zu  beherrschen, den Kosmos in ein unendliches Jagdgebiet zu verwandeln, war  der Wunschtraum der Jahrtausende. Darauf war die Idee des  Menschen in  der M\u00e4nnergesellschaft abgestimmt. Das war der Sinn der Vernunft mit der  er sich br\u00fcstete. Die Reduktion auf  Naturhaftigkeit, K\u00f6rper, Instinkt  sowie die Unterstellung eines Mangels an Vernunft und Individualit\u00e4t  erm\u00f6glicht im Falle der Tiere deren Versachlichung und die totale  Herrschaft \u00fcber K\u00f6rper und Psyche. Auch Frauen wird in einer   patriarchalen Gesellschaftsordnung eine rangniedere Stellung gegen\u00fcber  dem Mann an dem alles gemessen wird zugewiesen. Der Vorstellungsprozess  des Weiblichen umfasst, was f\u00fcr das Selbstbild des Mannes unvereinbar  ist, d.h. geistige und physische Schw\u00e4che, Passivit\u00e4t, Hilflosigkeit,  Weichheit, Naturn\u00e4he, Sentimentalit\u00e4t, Mitleid&#8230;, aber auch  Leichtfertigkeit, Z\u00fcgellosigkeit, Triebhaftigkeit. Ebenso wie Tiere als  das Andere konstruiert werden, wird die Frau als das anderer des Mannes  gedacht das sozialer Kontrolle des Vernunftgeist des Mannes bedarf. Die  Stellung von Tieren und Frauen werden durch die festgelegt, die davon  profitieren um so Ihre Vormachstellung abzusichern. Im unendlichen  Jagdgebiet des Mannes treten Frauen und Tiere auch ganz konkret als  Beute und Opfer auf. Die Verbindung zwischen Frauen und gejagten  Tierk\u00f6rpern zeigt einige Parallelen.    Auch zeigt sich in der Sprache  der J\u00e4ger deutlich auch eine klare Frauenfeindlichkeit. So z.B. das Wort  Luder  mit dem ein get\u00f6tetes weibliches Tier bezeichnet wird , oder  Schnalle was als Geschlechtsteil eines weiblichen \u201e Raubwildes\u201c   bezeichnet wird und das herausgeschnitten wird um als K\u00f6der benutzt zu  werden. Fortf\u00fchrend finden sich so abwertende Begriffe gegen\u00fcber Frauen  wie Mieze oder H\u00e4schen. So soll die unterlegende Rolle der Tiere auch   auf Frauen projiziert werden und diese eben so beherrscht werden.  W\u00e4hrend M\u00e4nner verbal im aktiv-aneigenden Sinne, n\u00e4mlich als J\u00e4ger und  T\u00f6ter in Verbindung gebracht werden, werden Frauen passivleidend zum  konsumierbaren Objekt gewordenen get\u00f6teten Tieres identifiziert. Genau  wie Tiere sollen Frauen verf\u00fcgbar, als eine nat\u00fcrlich Ressource der  M\u00e4nner verstanden werden. Hier gibt es ganz klar inhaltliche \u00dcberg\u00e4nge  und Wechselwirkungen zwischen Tierkonstrukt und Frauenbild das auf  Ausbeutungs- und Unterdr\u00fcckungsmuster hinweist.<\/p>\n<p>Die \u00fcberwiegend reichen zu 95% m\u00e4nnlichen J\u00e4ger machen Jagdreisen im  Stil deutscher Kolonialherren und beziehen sich auf zum gr\u00f6\u00dften Teil auf  Jagdtraditionen aus der Nazi-Zeit.<\/p>\n<p>Das heutige Bundesjagdgesetz  ist in wesentlichen Bestandteilen aus dem  Reichsjagdgesetz von Herman G\u00f6ring entstanden. Der vom  Reichsj\u00e4germeister eingef\u00fchrte Kult um die Troph\u00e4en (dt. Siegeszeichen)  wird noch immer auf so genannten Troph\u00e4enschauen bewertet und pr\u00e4miert.<\/p>\n<p>Unter einem Vorwand von Scheinargumenten versuchen die J\u00e4ger ihr Morden  \u00f6kologisch zu rechtfertigen. Es gibt keine \u00f6kologischen Argumente f\u00fcr  die Jagd. Die eigentlichen Grundlagen der Handlungsweisen der J\u00e4ger sind  das Jagdvergn\u00fcgen (Die Lust am T\u00f6ten), die Troph\u00e4enausbeute sowie die  wirtschaftliche Nutzung eines k\u00fcnstlich hochgehaltenen Tierbestandes.<\/p>\n<p>Zu den selbstgestellten Aufgaben der J\u00e4ger geh\u00f6rt die Begrenzung einer  zu hocherachteten Populationsgr\u00f6\u00dfe von Tieren. Dabei werden \u00f6kologische  Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten ignoriert. Man nimmt keine R\u00fccksicht auf die von Jahr  zu schwankenden \u00e4u\u00dferen Bedingungen wie z. B. die Tragf\u00e4higkeit des  Lebensraumes, Temperatur und Klimaschwankungen, Nahrungsangebot etc.<\/p>\n<p>Die Bestandszahlen von Tierpopulationen passen sich an die st\u00e4ndig wechselnden Lebensbedingungen an.<\/p>\n<p>Einen entscheidenden Einfluss auf die Bestandsentwicklung haben 3 Faktoren:<\/p>\n<p>1.   Die Geburtenrate<\/p>\n<p>2.   Die Sterberate<\/p>\n<p>3.   Das Ausma\u00df von Wanderungen<\/p>\n<p>Diese 3 Faktoren k\u00f6nnen jeder f\u00fcr sich allein zu bestimmenden  Regulativen f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe einer Population werden, aber zus\u00e4tzlich  beeinflussen diese 3 Faktoren sich gegenseitig.<\/p>\n<p>So l\u00f6st eine h\u00f6here Sterberate z.B. durch Absch\u00fcsse bei vielen Arten  eine Steigerung der Geburtenrate aus. Werden mehr Tiere geboren und\/oder  sterben mehr Tiere, kann dies die (Ab)-Wanderung von Teilen der  Population vermindern. Gesteigerte Abwanderung kann die Geburtenrate  erh\u00f6hen, verminderte Abwanderungen die Sterberate steigern. Diese  Faktoren beeinflussen sich wechselseitig und werden somit zu wichtigen  Regulativen von Tierbest\u00e4nden. Es werden aber nicht nur Gr\u00f6\u00dfe sondern  auch die Zusammensetzung einer Population beeinflusst. Dies kann  sekund\u00e4r nun wieder auf die Bestandsgr\u00f6\u00dfe wirken.<\/p>\n<p><strong>J\u00e4ger als Ersatz f\u00fcr ausgestorbene Raubtiere<\/strong><\/p>\n<p>Die Logik der J\u00e4ger sieht nun so aus, dass ein zuviel an Tieren  da  durch zustande kommt, dass zu wenig Individuen sterben und das sie nun  eingreifen m\u00fcssen. Biologische Regulationsmechanismen werden dabei  ignoriert. Das ist der primitive Versuch einer \u00f6kologischen, dabei  grundfalschen Rechtfertigung des Jagens. Die J\u00e4ger behaupten nun dass  eine zu geringe Absterberate einen gro\u00dfen Einfluss auf die  Bestandsdichte hat, und das diese haupts\u00e4chlich durch Fressfeinde  bewirkt werden kann. Die J\u00e4ger m\u00fcssten nun als Ersatz f\u00fcr ausgestorbene  Raubtiere dienen und ihre Aufgabe der Regulation erf\u00fcllen. Doch der Tod   durch so genannte Fressfeinde spielt nach den Untersuchungsergebnissen  zahlreicher Wissenschaftler an Tieren der verschiedensten Klassen nur  eine untergeordnete Rolle. Beutegreifer sind nicht f\u00fcr sind nicht f\u00fcr  die zahlenm\u00e4\u00dfige Kontrolle ihrer Beutetiere verantwortlich. Beutegreifer  erbeuten bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere bzw. fressen Aas und  tragen so zu einem gesunden Wildbestand bei. Ein J\u00e4ger der auf gro\u00dfe  Entfernung schie\u00dft, kann nur in den seltensten F\u00e4llen beurteilen, ob ein  Tier krank oder alt ist. Zudem erlegen sie wegen ihrer Gier nach  Troph\u00e4en mit Vorliebe die besonders kapitalen m\u00e4nnlichen Tiere, etwas  was einem Beutegreifer kaum gelingen w\u00fcrde. Sie tragen so zu einer  naturwidrigen Auslese bei. Ein Zitat aus der J\u00e4gerzeitung Wild und Hund  13\/2001 unterstreicht noch einmal deren wahre Vorlieben: \u201eJagd bedeutet  auch nicht nur Schwaches und Krankes zu erlegen sondern \u00fcberz\u00e4hlige  kerngesunde Tiere\u201c<\/p>\n<p>Die Haupttodesursachen von Wildtieren sind in erster Linie Verhungern,  Verdursten, Krankheiten, Stress, Klimaver\u00e4nderungen, Naturkatastrophen  etc.<\/p>\n<p>Mit dem Abschuss von bundesweit j\u00e4hrlich 700.0000 Mardern, F\u00fcchsen und  Wieseln dezimieren J\u00e4ger zu dem noch vorhandene Beutegreifer mit der  sich widersprechenden Begr\u00fcndung, sie w\u00fcrden ihnen die Beute wegnehmen.  Wolf, Luchs und Braunb\u00e4r wurden in Europa Gr\u00f6\u00dfenteils durch die Jagd  ausgerottet, der Adler ist stark dezimiert. Eigens daf\u00fcr gez\u00fcchtete  Tiere werden ausgewildert und zur Jagd freigegeben. Diese Tiere treten  oft in heftige Konkurrenz mit nat\u00fcrlich vorhandenen Tieren weil sie  dieselbe \u00f6kologische Nische beanspruchen. Z.B. werden im Herbst zu  Jagdzwecken gez\u00fcchtete Fasane ausgesetzt, wo es sehr wahrscheinlich ist,  dass  es durch diese zu einer Verdr\u00e4ngung des nat\u00fcrlich vorkommenden  Birkhuhns kommen kann.<\/p>\n<p>In Frankreich werden jedes Jahr aus dem Ausland Tiere importiert und  durch J\u00e4ger erlegt: 6.200.000 Fasane, 800.000 Stockenten, 500.000 Rot &#8211;  und Rebh\u00fchner und 200.000 Feldhasen.<\/p>\n<p><strong>Jagd ist kein angewandter Tier oder Naturschutz<\/strong><\/p>\n<p>Jagd ist weder Tier noch Naturschutz. Jagd bedeutet eine St\u00f6rung des  nat\u00fcrlichen Gleichgewichts biologischer \u00d6kosysteme. Sie kann zur  Ausd\u00fcnnung und Ausrottung von Tierarten f\u00fchren. J\u00e4ger hegen allenfalls  Tierarten die f\u00fcr sie als Beute interessant sind. Die Regulation der  Wildtierbest\u00e4nde erfolgt nicht durch die Jagd. Tiere verf\u00fcgen \u00fcber einen  inneren Mechanismus  zur Regulation des Populationswachstums. Droht  \u00dcberv\u00f6lkerung wird die Geburtenrate gesenkt. Die Natur braucht keine  Hobby-J\u00e4ger. Schon deshalb nicht, weil sie wegen ihrer Spa\u00dfjagd kein  wirkliches Interesse  an einer Reduzierung der Bestandsdichte ihrer  Beutetiere zugunsten einer Artenvielfalt haben. Durch Wildf\u00fctterungen im  Winter  wird die Population in ihrem Bestand auf einem k\u00fcnstlich  hochgehaltenen Niveau gehalten. Durch die F\u00fctterung dieser Tiere in  Notzeiten, wobei h\u00e4ufig dem Futter auch noch Medikamente gegen die  verschiedensten Krankheiten zugemischt werden, fallen zum einen die  nat\u00fcrlichen winterlichen Verluste weg, und zum anderen vermehren sich  \u00fcbers\u00e4ttigte Tiere st\u00e4rker als weniger gut ern\u00e4hrte, so dass im Herbst  eine \u00fcbergro\u00dfe Population dieser Tiere quasi produziert werden. Des  Weiteren f\u00f6rdert man h\u00f6chstm\u00f6gliche Geburtenraten durch die Verschiebung  des Geschlechtergleichgewichts zugunsten der weiblichen Tierbest\u00e4nde.<\/p>\n<p>Unter Ihresgleichen nehmen J\u00e4ger auch kein Blatt vor den Mund und geben  ihre wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr ihr Morden preis. \u201e Jagd ist eben nicht in erster  Linie Hegen, sondern Beutemachen, und Beute wollen wir doch machen. Es  ist nicht verwerflich Freude zu empfinden, wenn es gelungen ist, ein  St\u00fcck Wild zu erlegen. Nein, es darf durchaus Freude bereiten, wenn ein  St\u00fcck Wild durch einen sauberen Schuss schmerzlos verendet&#8230;( Wild und  Hund 13\/2001)<\/p>\n<p>Im Schweizer Kanton und in italienischen Nationalparks wurde die Jagd  verboten. Entgegen der Behauptungen von J\u00e4gern kam es zu keiner  \u00dcberpopulation einer bestimmten Tierart die dann zu einer Gef\u00e4hrdung  einer anderen Tierart f\u00fchrt. In fast allen L\u00e4ndern der Welt ist in  Naturschutzgebieten die Jagd verboten ohne dass dort das \u00f6kologische  Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist.<\/p>\n<p>Im Schweizer Kanton kam es nach dem Verbot der Jagd zur einer Erh\u00f6hung  der \u00fcberwinternden Wasserv\u00f6gel an den Ufern des Genfer Sees und der  Rhone. Auch die Behauptung seitens der J\u00e4ger der Feldhase w\u00e4re ohne die  Jagd von der Ausrottung durch Beutegreifer bedroht bewahrheitete sich  nicht. Eher das Gegenteil war der Fall: Es kam zu einer gesunden,  vermehrungsf\u00e4higen Hasenpopulation. Die Bef\u00fcrchtung der Landwirte dass  durch das Jagdverbot mehr Sch\u00e4den an Kulturen bringt, ist nicht  eingetreten. Die Schadenszahlen sind vergleichbar mit anderen St\u00e4dten in  denen die Jagd erlaubt ist.<\/p>\n<p><strong>Die Auswirkungen auf das Verhalten von Tieren durch die Jagd<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere Beobachtung in jagdfreien Gebieten ist, dass die Tiere im  laufe der Zeit nicht mehr so scheu sind. Durch die Jagd wird der  Lebensraum und Lebensrhythmus artuntypisch verlagert, das einige  Tierarten bereits von Tagtierarten zu Nachttierarten geworden sind.  J\u00e4gerei beeinflusst das Verhalten von Wildtieren nachhaltig und f\u00fchrt  auf l\u00e4ngere Sicht zu Verhaltensver\u00e4nderungen. Allgemein folgt aus  intensiver Bejagung von Tieren stets eine Umschichtung der sozialen  Verh\u00e4ltnisse oder zumindest eine weitreichende \u00c4nderung des  individuellen Verhaltens von Tieren, wie des der Jungenaufzucht. In  jagdfreien Gebieten spielen z.B. Fuchseltern gerne ausgedehnt auch  tags\u00fcber mit Ihren Kindern. Bei Jagddruck ist die Beziehung der F\u00fcchsin  zu den Welpen eher unterk\u00fchlt. Sie bleibt wachsam und achtet auf die  Umgebung, Spielangebote von den Welpen werden abgewiesen. Es bleibt eher  beim N\u00f6tigsten wie F\u00fcttern und putzen, denn die t\u00f6dliche Gefahr mahnt  zur Vorsicht. Ohne intensiven Jagddruck halten Fuchsr\u00fcden normalerweise  intimen Kontakt zu einer F\u00e4he, und die Fuchseltern ziehen ihren  Nachwuchs gemeinsam gro\u00df.<\/p>\n<p><strong>Die Scheu der Tiere verursacht durch die Jagd<\/strong><\/p>\n<p>Es sind entgegen der Beteuerungen der keinesfalls die Jogger,  Skilangl\u00e4ufer, Fotografen und Spazierg\u00e4nger die f\u00fcr die \u00fcbergro\u00dfe Scheu  der Tiere in den W\u00e4ldern und Feldern verantwortlich sind. Die extreme  Menschenscheu vieler Tierarten ist keineswegs nat\u00fcrlich, sondern wird  ihnen durch die st\u00e4ndige Bedrohung durch den jagenden Menschen  aufoktroyiert. F\u00e4llt diese Bedrohung wieder weg, werden Tiere zunehmend  zahmer.<\/p>\n<p><strong>Die Verursachung von Verbisssch\u00e4den<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere Sache ist, dass durch die Jagd die Wildtiere in nicht mehr  artgerechte Lebensr\u00e4ume wie den Wald gedr\u00e4ngt werden, und dort dann  Natursch\u00e4den an der Vegetation entstehen. Erst einmal werden Tiere durch  die Jagd unn\u00f6tig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die  Fra\u00dfsch\u00e4den erh\u00f6ht und zweitens sind die Verbisssch\u00e4den in den meiste  F\u00e4llen minimal und betragen meist  deutlich weniger als 2% des Pflanzen  bzw. des Holzertrages. Der  Hauptgrund f\u00fcr die Sch\u00e4digung des Waldes ist  wohl eher bei der durch den Menschen  verursachte Umweltverschmutzung  zu suchen.<\/p>\n<p>Die Hobby-Jagd hat Wildsch\u00e4den in der Vergangenheit nicht verhindert  sondern wenn \u00fcberhaupt nur verlagert. Reduziert wurde der Gro\u00dfteil der  Sch\u00e4den haupts\u00e4chlich mittels Zaunbau. Ohne Jagd k\u00f6nnte der Zaunbau aus  dem Bereich der Forstwirtschaft verschwinden, er w\u00e4re dann daf\u00fcr im  Bereich der Landwirtschaft in entsprechendem Umfangt erforderlich. Es  m\u00fcssten auch wieder nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume geschaffen werden, wo Tiere  genug  Nahrung finden k\u00f6nnten. So k\u00f6nnte sich wieder ein nat\u00fcrliches  Gleichgewicht entwickeln, die Artenvielfalt vergr\u00f6\u00dfern und so Sch\u00e4den in  der Landwirtschaft im Rahmen gehalten werden.<\/p>\n<p>J\u00e4ger sind an einer m\u00f6glichst gro\u00dfen weit gef\u00e4cherten Artenvielfalt  nicht interessiert. Sie degradieren unsere Landschaften zu Troph\u00e4en und  Aufzuchtst\u00e4tten und richten ihr Augemerk ausschlie\u00dflich auf f\u00fcr sie  nutzbar jagdbare Arten. Sie schie\u00dfen Hochwild  um selbst mehr Niederwild  t\u00f6ten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Der Fuchs, das Feindbild der J\u00e4ger<\/strong><\/p>\n<p>Beispielsweise wird gegen den Fuchs eine unheimliche Vernichtungsjagd  betrieben. In Deutschland werden jedes Jahr \u00fcber 600.000 F\u00fcchse  erschossen, in Fallen gefangen oder anderweitig durch J\u00e4ger get\u00f6tet. In  England sind es &#8211; einschlie\u00dflich der dort \u201etraditionellen\u201c Fuchsjagd mit  Pferden und Hundemeuten &#8211; gut 200.000.<\/p>\n<p>Dabei wird der Fuchs als Niederwildsch\u00e4dling, Wilderer und  Krankheits\u00fcbertr\u00e4ger, vor allem der Tollwut diffamiert. Die Ausbreitung  der Tollwut konnte trotz massiver Fuchsvernichtungsaktionen  durch  Flinten, Fallen, Hunden und Giftgas nicht einged\u00e4mmt werden. Ihre  Ausbreitung wurde durch die Jagd eher noch forciert.  Werden F\u00fcchse n\u00e4mlich nicht bejagt, so leben sie in stabilen  Familienverh\u00e4ltnissen von bis zu zehn Tieren zusammen in den nur die  \u00e4lteste F\u00fcchsin Kinder zur Welt bringt. Greift man jedoch mir der Jagd  ein so brechen diese stabilen Strukturen durch die st\u00e4ndige Umschichtung   der sozialen  Verh\u00e4ltnisse auf. Die F\u00fcchse haben kaum feste Reviere  und kaum feste Paarbindungen. Jede l\u00e4ufige F\u00e4he findet ihren eher zu  f\u00e4lligen Partner, der einmal erfolgreich, gleich weiterzieht  um bei der  n\u00e4chsten sein Gl\u00fcck zu versuchen.<\/p>\n<p>Bei starkem Jagddruck steigen auch die Vermehrungsraten, dadurch w\u00e4chst  der Gesamtanteil der Jungf\u00fcchse an der Gesamtpopulation. Da gerade die  Jungf\u00fcchse jedoch im Herbst auf Wanderschaft gehen, um sich ein eigenes  Revier zu suchen,  sind sie es , die die Tollwut in neue Gebiete ein  schleppen. Hinzu kommt, dass der durch die Jagd verursachte soziale  Stress zu einer gr\u00f6\u00dferen Zahl aggressiver Auseinandersetzungen zwischen  F\u00fcchsen f\u00fchrt und die Ansteckungsgefahr erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Als in Grafenau im Bayerischen Wald die Fuchsjagd ausgesetzt wurde,  rotteten sich die tollw\u00fctigen Tiere binnen drei Jahren selbst aus und  wurden von gesunden Eindringlingen ersetzt. Inzwischen begegnet man  \u00fcbrigens nicht nur der Tollwut, sondern auch dem Fuchsbandwurm mit Impf-  bzw. Entwurmungsk\u00f6dern.<\/p>\n<p>Ein weiteres Argument der J\u00e4ger f\u00fcr die Fuchsjagd ist die  Beutekonkurrenz. F\u00fcchse sind die Gr\u00f6\u00dfte verbliebenen Jagdkonkurrenten  und rei\u00dfen m\u00f6glicherweise auch einmal einen Hasen , den der J\u00e4ger selbst  gern get\u00f6tet h\u00e4tte. Auch wird von J\u00e4gerseite behauptet Beutegreifer  w\u00fcrden Niederwildarten wie Hase, Reb- und Birkhuhn ausrotten. Die realen  Gr\u00fcnde f\u00fcr den Bestandsr\u00fcckgang sind vielmehr im anthropogenen Bereich   zu suchen. Z.B. fallen j\u00e4hrlich etwa nur 5% der Hasen Beutegreifern zum  Opfer, w\u00e4hren der Rest durch Landwirtschaft, Stra\u00dfenverkehr,  Krankheiten, Hunger durch stickstoffhaltigen Boden. Beim Rebhuhn f\u00fchren  Flurbereinigung, und die Anwendung von Spritzmitteln zum R\u00fcckgang.  Jedoch bei beiden Tierarten spielt auch die Jagd f\u00fcr deren  Bestandsr\u00fcckgang eine nicht untergeordnete Rolle, weil J\u00e4ger bis zu 50%  mehr Tiere t\u00f6ten, als der Bestand verkraften konnte.<\/p>\n<p>Pr\u00e4datoren, also Beutegreifer zu bejagen ist aus \u00f6kologischer Sicht  einfach unsinnig. Beutegreifer halten ihre Beutetiere widerstandsf\u00e4hig,  indem sie stets zuerst schwache und kranke rei\u00dfen und eliminieren auf  diese Weise fr\u00fchzeitig Seuchenherde. F\u00fcchse z. B. sind eifrige  Aasvertilger und M\u00e4usej\u00e4ger und halten so Wald und Flur sauber.<\/p>\n<p><strong>Die Verbreitung der Schweinepest durch J\u00e4ger<\/strong><\/p>\n<p>Der menschliche J\u00e4ger f\u00f6rdert sogar das Auftreten von Seuchen. Die  Verbreitung der Schweinepest ist  nicht durch die hohe Bestandsdichte an  Wildschweinen, sondern durch die J\u00e4ger selbst mitverursacht. Au\u00dferdem  sind die hohen Bestandszahlen eine direkte Folge von den durchgef\u00fchrten  Ma\u00dfnahmen zur aktiven Bestandsf\u00f6rderung von Jagd- und Forstwirtschaft.  Dabei w\u00fcrden Nadelholzdickungen als Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Wildschweine  angelegt und die Tiere an so genannten Wild\u00e4ckern und an speziellen  Futterpl\u00e4tzen gezielt gef\u00fcttert. An diesen so genannten Luderpl\u00e4tzen  werden Speisereste und Tierkadaver &#8211; darunter auch Schweineleichen  ausgelegt. Das F\u00fcttern von Schweinekadavern ist ein bekannter  Infizierungsweg der Schweinepest.<\/p>\n<p>Jagd und Forst haben wirtschaftliche Interessen. Beide wirtschaften auf  den gleichen Fl\u00e4chen. Die Holzwirtschaft kultiviert \u00fcberwiegend  un\u00f6kologisch im Intensivbetrieb Holz auf so genannten \u201eHolz\u00e4ckern\u201c. In  eben diesen Forsten p\u00e4ppelt der J\u00e4ger das so genannte \u201e jagdbare Wild\u201c  einmal zum Zwecke der eher untergeordneten Wildfleischproduktion in  freier Landschaft, andererseits zum Zwecke der Lust am T\u00f6ten.<\/p>\n<p>J\u00e4ger und jagende F\u00f6rster sind eben niemals Natursch\u00fctzer.<\/p>\n<p><strong>Haustierjagd<\/strong><\/p>\n<p>Es ist wahrlich entlarvend, in welcher Form sich J\u00e4ger gegen \u201eMitj\u00e4ger\u201c  wenden- nicht nur gegen F\u00fcchse, Marder und Habichte, sondern ebenso  gegen Hunde und Katzen. Ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde fallen  deutschen J\u00e4gern jedes Jahr zum Opfer. Als Grund f\u00fcr diese Absch\u00fcsse  gibt die J\u00e4gerschaft das angebliche Wildern an. Doch die wahren Gr\u00fcnde  der Waidm\u00e4nner sind der Wunsch nach h\u00f6heren Abschusszahlen und die\u201c  jagdliche Freude\u201c beim Abschie\u00dfen von Haustieren.<\/p>\n<p>Die gesetzlichen Richtlinien legen hingegen nahe, dass nur ein winziger  Bruchteil der j\u00e4hrlich erschossenen Katzen und Hunden tats\u00e4chlich beim  \u201eWildern\u201c ertappt wurde. Laut Gesetzestext  d\u00fcrfen Katzen erschossen  werden, wenn sie sich ca.200 Meter vom n\u00e4chsten bewohnten Haus entfernt  haben. Doch das Streifgebiet gerade m\u00e4nnlicher Katzen kann deutlich  gr\u00f6\u00dfer ausfallen. Dies legt nahe, dass die meisten von J\u00e4gern get\u00f6teten  Katzen sich lediglich innerhalb ihres arttypischen Bewegungsradius  aufhalten.<\/p>\n<p>Hunde geraten in Gefahr, wenn sie sich nach dem Ermessen des  betreffenden J\u00e4gers dem Einflussbereich  ihres Besitzers entziehen. Auch  gibt es zahlreiche F\u00e4lle, in denen Hunde unmittelbar vor den Augen  ihrer Besitzer erschossen wurden, obwohl die T\u00f6tung  innerhalb des  Einflussbereichs des Besitzers laut Gesetz nicht zul\u00e4ssig ist. Die J\u00e4ger  begr\u00fcnden dies damit, dass jedes Jahr mehrere Hundert Rehe von Hunden  gerissen werden.<\/p>\n<p>J\u00e4ger betreiben mit dem Verkauf von Fellen der erschossenen Katzen und  Hunde ein lukratives Nebengesch\u00e4ft. Auch werden tote Katzen als K\u00f6der  zum Abschuss von F\u00fcchsen genutzt.<\/p>\n<p><strong>Fallenjagd<\/strong><\/p>\n<p>Katzen und Hunde, aber auch so genannte Raubtiere werden von den J\u00e4gern  nicht nur mit Flinte verfolgt und get\u00f6tet, sondern auch durch die  Fallenjagd.<\/p>\n<p>Gesetzlich sind nur noch Fangger\u00e4te zugelassen, die entweder \u201esofort  t\u00f6ten\u201c oder aber unversehrt fangen. Die Realit\u00e4t sieht jedoch anders  aus.<\/p>\n<p>Bei angeblich \u201eunversehrt fangenden\u201c Kastenfallen ger\u00e4t das gefangene  Tier  in jenem Moment, in dem die Falle sich mit lautem Krach schlie\u00dft  meist in Panik, bewegt sich heftig und verletzt sich infolgedessen oft  schwer. So liegt das Tier blutend, von Schmerzen gepeinigt, nicht selten  hungernd oder durstend f\u00fcr Stunden, oft Tage in einer winzigen Kiste  und wartet auf einen unbarmherzigen Tod durch J\u00e4gerhand.<\/p>\n<p>Fallen die angeblich \u201e sofort t\u00f6ten\u201c, sind beileibe nicht besser.  Hierbei wird das Tier, das den K\u00f6der annimmt, durch den Schlag eines  Metallb\u00fcgels auf Hals oder Brustkorb get\u00f6tet &#8211; aber nur, wenn ein Tier  der richtigen Gr\u00f6\u00dfe den K\u00f6der aus der richtigen Position mit dem  richtigen K\u00f6rperteil ber\u00fchrt. Durch nichts kann verhindert, dass  beispielsweise ein Marder in eine Fuchsfalle ger\u00e4t oder andersherum. Das  Resultat sind \u00fcberaus grausame Verletzungen an allen erdenklichen  K\u00f6rperteilen. Rund 20.000 F\u00fcchse wurden von Totschlagfallen zu Kr\u00fcppeln  gemacht. Das sind 20% der insgesamt in Fallen gefangen Tieren.<\/p>\n<p>Totschlagfallen fangen nicht \u201eselektiv\u201c , d.h. es werden sehr oft  Individuen gesch\u00fctzter Tierarten darin gefangen und get\u00f6tet oder  verst\u00fcmmelt. Vom Storch \u00fcber Seeadler bis hin zu Uhus fanden sich  zahllose Fallenopfer unter gesch\u00fctzten Tieren.<\/p>\n<p>Die Fallenjagd  wird von der J\u00e4gerlobby nur propagiert, um durch  Ausschalten jagdlicher Konkurrenten selbst eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Tieren  t\u00f6ten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>J\u00e4ger behaupten sie w\u00fcrden nach Grunds\u00e4tzen deutscher  \u201eWaidgerechtigkeit\u201c t\u00f6ten. Das bedeutet jedoch nicht das J\u00e4ger  schmerzlos t\u00f6ten. Dadurch dass dieser Terminus Eingang in die  Tierschutzgesetzgebung gefunden hat, ist praktisch alles legal, was  unter diesen Begriff f\u00e4llt. Die Definition dieses Begriffes ist  Auslegungssache und wird von den J\u00e4gern unter sich ausgemacht. J\u00e4gern  werden damit Verhaltensweisen gestattet, die unter dem Gesichtspunkt des  Tierschutzgesetzes ein Versto\u00df gegen diesen darstellen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Oft werden Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie  \u00fcberhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Die Tiere schleppen sich oft lange  Zeit mit schweren Verletzungen durch den Wald und sterben dort einen  qualvollen Tod. Besonders Wildv\u00f6gel  werden zwar getroffen sterben aber  nicht gleich, weil keine lebenswichtigen Organe getroffen worden sind  und sterben dann erst sp\u00e4ter an ihren Verletzungen. Jede vierte Ente  lebt mit einer Schussverletzung.<\/p>\n<p><strong>Jagdhundausbildung an lebenden Tieren<\/strong><\/p>\n<p>Um ihre domestizierten Hunde zu Jagdhunden auszubilden, haben sich J\u00e4ger  besondere \u00dcbungsmethoden ausgedacht. Um das Apportieren im Wasser zu  \u00fcben, werden lebende Enten benutzt. Der Hund soll lernen, halbtote oder  tote, jagdbare oder versehentlich geschossene V\u00f6gel  aus dem Wasser zu  holen.<\/p>\n<p>Damit die beim \u201eTraining\u201c nicht wegflattern werden sie flugunf\u00e4hig  gemacht. Der praktische Ablauf sieht so aus: Die Ente wird ins Wasser  geworfen. Daraufhin ergeht der Befehl an den Hund, die Ente aus dem  Wasser zu holen. Dies geschieht in der Regel mehrmals, bis die Ente  entweder an den erlittenen Verletzungen oder durch Schock verendet oder  schlicht ertr\u00e4nkt wird. Diese Ausbildung an der lebenden Ente ist durch  derzeitiges Deutsches Recht legitimiert.<\/p>\n<p>Ebenso werden Jagdhunde an Katzen zur Sch\u00e4rfe erzogen. Indem er der  Katze, der keine Fluchtm\u00f6glichkeit gelassen wird,  den Garaus macht,   soll der Hund lernen ausgewachsenen F\u00fcchsen Paroli zu bieten.<\/p>\n<p>\u00dcberdies werden Jagdhunde im Rahmen ihrer Ausbildung auf F\u00fcchse,  manchmal auch Dachse gehetzt, die in k\u00fcnstlichen Bauen als so genannte  \u201eSchliefenf\u00fcchse\u201c gehalten werden.<\/p>\n<p>Die Jagdhunde selbst sind solchen Foltermethoden wie das Benutzen von  Stachelhalsb\u00e4ndern, Elektroschocks etc. seitens der J\u00e4ger ausgesetzt, um  sie zum besonders gehorsamen Handlanger des mordslustigen Waidmannes zu  machen.<\/p>\n<p><strong>Hubertusmessen<\/strong><\/p>\n<p>Einen anderen Partner, in anderer Weise haben die J\u00e4ger in den Kirchen.  Diese veranstalten gemeinsam am Todestag des j\u00e4gerischen Schutzpatrons  St. Hubertus dem 3. November so genannte \u201e Hubertusmessen\u201c zusammen.  Diesen geht in aller Regel zun\u00e4chst einmal eine Treibjagd voraus, worauf  vor dem Gotteshaus \u201eStrecke gelegt\u201c wird, die Tiere also ausgelegt  werden. Nachdem die Jagdopfer \u201everblasen\u201c worden sind, folgt meist noch  eine Ansprache eines h\u00f6heren Jagdfunktion\u00e4rs und eine Predigt eines  jagdfreundlichen Geistlichen. Dabei ist der Widersinn , dass dem  leidenschaftlichen J\u00e4ger Hubertus n\u00e4mlich auf der Jagd ein Hirsch  begegnete, der in seinem Geweih ein strahlendes Kreuz trug, und er  erkannte, dass auch wildlebende Tiere Gesch\u00f6pfe Gottes sind, und  entsagte von diesem Tag an jeder Form der Jagd. Die Botschaft einer  Hubertusmesse  m\u00fcsste also &#8211; in \u00dcbereinstimmung mit dieser Legende &#8211;  dazu auffordern, sich vom T\u00f6ten von Tieren im Zuge der Jagdaus\u00fcbung  abzuwenden. Die Kirche war in der Vergangenheit oft  an Verbrechen  beteiligt oder f\u00fchrte sie selbst aus. Da ist es auch nicht  verwunderlich, dass sie auch diesmal Tatsachen verdreht und das Morden  an Tieren reglementiert.<\/p>\n<p>Die Abschaffung der Jagd ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Die Jagd neurotisiert   die Tierwelt, sch\u00e4digt \u00f6kologische Regelsysteme, beg\u00fcnstigt  Verbisssch\u00e4den und Wildseuchen. Dar\u00fcber hinaus stempeln J\u00e4ger bestimmte  Tierarten zu S\u00fcndenb\u00f6cken f\u00fcr ausschlie\u00dflich menschengemachter Probleme  ab, nicht zuletzt, um von eigener Mitschuld am Artenr\u00fcckgang abzulenken  und um ihr Morden zu rechtfertigen. Dabei ginge es Tier und Natur ohne  Jagd viel besser. In Holland sind mit dem Inkrafttreten des neuen  Naturschutzgesetzes die allermeisten wildlebenden Tierarten wie F\u00fcchse,  Hirsche, Rehe, Dachse, Marder und nahezu alle Vogelarten ganzj\u00e4hrig vor  jagdlichen Nachstellungen gesch\u00fctzt. Ein erster Schritt in die richtige  Richtung. Im Schweizer Kanton wurde die Jagd schon 1975 verboten.<\/p>\n<p><strong>Die Jagd geh\u00f6rt abgeschafft!!!<\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abriss der geschichtlichen Entwicklung der Jagd von fr\u00fcher bis heute Die H\u00e4ufigkeit der Verbreitung der Jagd in ferner Vergangenheit ist erst einmal unter klimatischen Gesichtspunkten zu betrachten. In n\u00f6rdlichen Bereichen stellte sie wohl eine Notwendigkeit zum \u00dcberleben dar. 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