{"id":21,"date":"2010-08-27T14:25:24","date_gmt":"2010-08-27T12:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/berta-online.org\/?page_id=21"},"modified":"2010-08-29T17:28:31","modified_gmt":"2010-08-29T15:28:31","slug":"until-every-cage-is-empty","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/berta-online.org\/?page_id=21","title":{"rendered":"Until Every Cage Is Empty!"},"content":{"rendered":"<div><big><big><big>Until Every Cage Is Empty!<\/big><\/big><\/big><\/div>\n<div><big><big>Einf\u00fchrung in den Tierbefreiungsgedanken.<\/big><\/big><\/p>\n<p><big>Animal Liberation!<br \/>\nAnf\u00e4nge einer Bewegung<\/big><\/p>\n<p>Ende der 60er, Anfang der 70er gehen erstmals Bilder durch die Medien, die mensch so zuvor noch nie gesehen hat. Eine kleine Gruppe beginnt in England die traditionellen Fuchsjagden zu st\u00f6ren. Sie stellen sich zwischen J\u00e4ger und Gejagte und verhindern so deren \u201eAbschuss\u201c, sie legen falsche F\u00e4hrten, blasen Jagdh\u00f6rner, lenken Jagdhunde in falsche Richtungen, um die F\u00fcchse vor dem sicheren Tod zu bewahren. Diese Gruppe, die \u00b4Hunt Saboteurs Association\u00b4 legt den Grundstein, f\u00fcr eine neue Befreiungsbewegung, die sich mittlerweile gegen alle Formen der Ausbeutung von Tieren durch Menschen wendet und in nahezu allen Teilen unseres Planeten aktiv ist, eine Befreiungsbewegung mit eigenen theoretischen Ans\u00e4tzen, eigenen Aktionsformen, eigenen Publikationen. Die Tierbefreiungsbewegung.<\/p>\n<p>Wenn im folgenden die Anf\u00e4nge dieser Bewegung in den 60er und 70er Jahren verortet werden, so hei\u00dft dies nicht, dass es zuvor keine Menschen gegeben hat, die sich kritisch mit dem Verh\u00e4ltnis der Menschen zu ihren nicht-menschlichen Verwandten auseinandergesetzt haben. Das Gegenteil ist der Fall. Es gab immer Moralphilosophen, die sich \u00fcberlegt haben, ob Tiere nicht Einzug in die \u201amoral community\u2019 der Menschen halten sollten. Es gab auch immer Menschen die in der Auseinandersetzung mit weiteren Unterdr\u00fcckungsformen auch die Ausbeutung der Tiere mit einbezogen haben. Vor dem Zweiten Weltkrieg formulierte der Interantionale Sozialistische Kampfbund um Leonard Nelson, eine Kritik an der Herrschaft \u00fcber die Tiere, welche im Zusammenhang mit der Unterdr\u00fcckung der ArbeiterInnen durch die kapitalistische Organisation der Gesellschaft gesehen wurde. Bereits Anfang des 19. Jh. entstand in Gro\u00dfbritannien eine kraftvolle Antivivisektionsbewegung, welche der ersten Frauenbewegung entsprang. Die Theoretiker um die Frankfurter Schule, allen voran Theodor W. Adorno und Max Horkheimer entwickelten eine radikale Kritik am Prinzip der Herrschaft, die nicht zuletzt auch die instrumentelle Beherrschung der Natur und der Tiere mit einschloss.<\/p>\n<p>Keiner diese Vorl\u00e4ufer hat jedoch die Anf\u00e4nge der Tierbefreiungsbewegung gesetzt. W\u00e4hrend die Antivivisektionsbewegung mit Europa im ersten Weltkrieg unterging, wurde der Internationale Sozialistische Kampfbund, im nationalsozialistischen Deutschland in den Untergrund getrieben und einige Jahre nach der Macht\u00fcbernahme der Nazis letztendlich zerschlagen. Auch Adornos und Horkheimers Kritik an der Naturbeherrschung vermochte es nicht die StudentInnenbewegung, die sich in den 70er Jahren stark auf die Kritische Theorie bezog, zu erreichen. Zwar wird sich heute wieder zunehmend mit jenen theoretischen Zug\u00e4ngen auseinander gesetzt, aber erst die \u00f6ffentlichkeitswirksame Aktionen der Hunt Sabotuers Association und der Animal Liberation Front vermochten es, Stichwortgeberinnen der heutigen Tierbefreiungsbewegung zu werden. Sie trugen den Tierbefreiungsgedanken auch in die Bundesrepublik, wo sich seit den Achtzigern erstmals Gruppen nach englischem Vorbild organisierten und Direkte Aktionen insbesondere gegen J\u00e4ger und Tierversuchsunternehmen durchf\u00fchrten.<\/p>\n<p>In allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten in Deutschland gibt es mittlerweile Gruppen, die kontinuierlich Aktionen gegen die Ausbeutung der Tiere durchf\u00fchren. Sie beschr\u00e4nken sich dabei nicht nur auf die illegalisierten Direkten Aktionen, sondern organisieren Kundgebungen und Demonstrationen, machen \u00d6ffentlichkeitsarbeit und arbeiten nicht zuletzt auch an theoretischen Fragen zur Befreiung der Tiere. Prinzipiell besteht in \u201eder Bewegung\u201c ein Ideenpluralismus, es gibt kein einheitliches theoretisches Fundament. Zahlreiche Einfl\u00fcsse aus ganz verschiedenen Richtungen haben Einzug in die \u00dcberlegungen der TierbefreierInnen gehalten, aus dem Feminismus, der Kritischen Theorie, dem Poststrukturalismus oder der Moralphilosophie. Verschiedene Gruppen und Menschen innerhalb der Tierbefreiungsbewegung verorten sich immer zwischen diesen Ans\u00e4tzen und Einfl\u00fcssen, was es schwierig macht von der einen Tierbefreiungsbewegung mit ihrer Ideologie oder \u00e4hnlichem zu sprechen. Dieser Beitrag kann nat\u00fcrlich auch nur einen subjektiven Blick auf das Themenfeld bieten.<\/p>\n<p><big><br \/>\nWas wir fordern, was wir wollen<br \/>\nHintergr\u00fcnde des Tierbefreiungsgedankens<\/big><\/p>\n<p>Wenn von Befreiung im Hinblick auf die Ausbeutung von Tieren die Rede ist, impliziert dies im wesentlichen zweierlei Aussagen: Zum einem leben nicht-menschliche Tiere in menschlichen Gesellschaften gegenw\u00e4rtig als Unfreie. Was im speziellen hei\u00dft, dass sie daran gehindert sind sich frei zu entfalten, weil sie einfach aus ganz verschiedenen menschlichen Interessen gefangen gehalten und f\u00fcr eben diese Interessen in nicht geringem Ma\u00dfe get\u00f6tet werden. Zum anderen weist der Begriff der Befreiung darauf hin, dass dieser Zustand im moralischen Sinne als Unrecht erachtet wird, den es grunds\u00e4tzlich dahin gehend zu ver\u00e4ndern gilt, als dass Interessen und Bed\u00fcrfnisse von tierlichen Individuen nicht durch Menschen eingeschr\u00e4nkt werden, sie also frei sind von der Beherrschung und Unterdr\u00fcckung durch die Menschen.<\/p>\n<p>Nicht-menschlichen Tieren werden dabei ebenso wie Menschen als autonome Lebewesen, also entlang der Gemeinsamkeiten zu den Menschen betrachtet. Sie alle k\u00f6nnen \u00fcber verschiedene Sinne Reize aus der Umwelt wahrnehmen, sie verf\u00fcgen \u00fcber ein zentrales Nervensystem sowie ein Ged\u00e4chtnis und haben somit ein Bewusstsein um Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Letztendlich konstruieren sie sich ihre Welt allesamt in individueller Weise. So unterschiedlich die einzelnen Spezies voneinander und Lebewesen einer Spezies untereinander auch sein m\u00f6gen, Menschen wie Tiere entwickeln spezifische Interessen, nicht zuletzt auch das Interesse keine Schmerzen, keine Leiden zu empfinden. Jene Interessen bed\u00fcrfen der Anerkennung durch die Menschen, was in letzter Konsequenz bedeutet, dass es keine Legitimation jedweder Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung von Tieren f\u00fcr menschliche Interessen geben kann und darf.<\/p>\n<p>Die Konzeption der Rechte f\u00fcr Tiere will die Autonomie und die Interessen der Tiere vor Angriffen durch Menschen sch\u00fctzen. Es geht hierbei um ein Recht auf Leben, ein Recht auf Unversehrtheit und freie Entfaltung, im konkreten den Schutz der Integrit\u00e4t von nicht-menschlichen Tieren vor Eingriffen durch Menschen, ob es um physische oder psychische Beeintr\u00e4chtigungen, um Gefangennahme oder den herbeigef\u00fchrten Tod der einzelnen Individuen geht. Tierrechte sind insofern die Rekonstruktion moralischer \u00dcberlegungen und Ausdruck eines Verh\u00e4ltnisses von Menschen zu Tieren, in welchem auf Tiere bezogene Handlungen nicht gerechtfertigt sind, wenn sie in deren Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung eingreifen.<\/p>\n<p>Als problematisch, insbesondere im Vergleich zu weiteren Befreiungsbewegungen, wird hierbei oftmals erachtet, dass Tiere, nicht wie etwa Frauen oder rassistisch unterdr\u00fcckte Menschen, ihre Rechte in welcher Form auch immer einklagen. K\u00fche und Schweine werden nat\u00fcrlich nicht vor einem Schlachthof protestieren. Dass die meisten Tiere nicht auf der menschlichen Sprachebene mit uns kommunizieren k\u00f6nnen, bedeutet noch lange nicht, dass Menschen nicht die F\u00e4higkeit bzw. das Verm\u00f6gen haben, auch non-verbale Kommunikation von Tieren zu deuten, so z.B. Schmerzen. Auch ein Blick auf das Zusammenleben von Tieren mit Menschen macht deutlich, dass die allermeisten Tiere nicht freiwillig in menschlichen Gemeinschaften leben. Wozu br\u00e4uchten Forscher und Forscherinnen K\u00e4fige, um ihre sog. Versuchobjekte gefangen zu halten, wenn Affen, Ratten oder Hunde nicht jede unverschlossene T\u00fcr nutzen w\u00fcrden, den Experimenten und der beklemmende Enge ihres vergitterten Lebensraumes zu entkommen? Wozu brauchen Zirkusdompteure Peitschen, wenn Tiere nicht unfreiwillig durch brennende Reifen springen w\u00fcrden?<\/p>\n<p><big>Speziesismus<br \/>\nVon den Beziehung der Menschen zu den Tieren<\/big><\/p>\n<p>Die Betrachtung der allgegenw\u00e4rtigen Ausbeutung der Tiere durch die Menschen aus dem Blickwinkel der TierbefreierInnen, ist ern\u00fcchternd. Tiere sind f\u00fcr die meisten Menschen eben daf\u00fcr da, tot und bis zur Unkenntlichkeit entstellt auf ihren Tellern zu landen. Tiere sind Objekte, denen mensch keinerlei Geh\u00f6r zu schenken brauch, was z\u00e4hlt ist, dass Tiere ein Nutzen f\u00fcr Menschen haben, sei es als Nahrungsmittel, als Versuchsobjekt oder als Teil der Kleidung. Ern\u00fcchternd ist dabei nicht nur die Behandlung der Tiere, sondern auch die Einstellung ihrer menschlichen Verwandten ihnen gegen\u00fcber. Die Ausbeutung von Tieren wird von den meisten Menschen nicht als jene wahrgenommen, dass dies so ist, ist nicht ausschlie\u00dflich dem b\u00f6sen Willen der Menschen zu zuschreiben. Tiere zu erniedrigen und gefangen zu halten, ist vielmehr das, was der Gro\u00dfteil der Menschen als normal, als ihr Gutes Recht erachtet. Dies ist \u00fcber Jahrhunderte gewachsen und hat sich der menschlichen Kultur eingeschrieben. Tiere werden nicht aufgrund der Gemeinsamkeiten, sondern entlang der Unterschiede zu den Menschen betrachtet. Die prinzipielle Andersartigkeit der Tiere im Gegensatz zu den Menschen macht sie zu Objekten moralischer \u00dcberlegungen, sie als Subjekte ihrer selbst wahrzunehmen, w\u00fcrde nicht zuletzt bedeuten, die Handlungen jedes einzelnen auch in Bezug auf nicht-menschliche Individuen zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Um die Unterdr\u00fcckung der Tiere und die zugrunde liegenden Mechanismen zu untersuchen und zu benennen, entwickelte Richard Ryder 1970 den Begriff des Speziesismus. Analog zu Rassismus und Sexismus als Unterdr\u00fcckungsformen, werden Tiere aufgrund ihrer Spezieszugeh\u00f6rigkeit als minderwertig in Abgrenzung zu den Menschen erachtet. Die Tierbefreiungsbewegung hat diesen Begriff bzw. diesen Ansatz aufgegriffen und weiterentwickelt. Speziesismus wird heute im Zusammenhang mit der Beschreibung von Einstellungen und Handlungen verwandt, welche darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, dass Tiere als minderwertig erachtet werden.<\/p>\n<p>Der Speziesismus durchzieht alle gesellschaftlichen Ebenen, Schichten, Klassen. Er macht sich nicht an Personifikationen, wie b\u00f6sem raffgierigen Kapitalisten fest, der Tiere nur deshalb ausbeutet, weil er seinen Profit maximieren m\u00f6chten und auch nicht am gef\u00fchlskalten Experimentatoren im Versuchslabor. Speziesismus ist strukturell und prinzipiell \u00fcberall in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen anzutreffen, so auch in der Sprache, wenn von \u201eSchweinen oder S\u00e4uen\u201c als Beleidigungen die Rede ist. Was diese Ausdr\u00fccke erst zur Herabsetzung von Menschen machen l\u00e4sst, ist der R\u00fcckbezug auf die vermeintliche Minderwertigkeit der Tiere. Diese Minderwertigkeit vermittelt sich wiederum durch die Verwendung eben jener Ausdr\u00fccke. Speziesismus reproduziert sich in der sprachlichen, bildlichen und schriftlichen Darstellung, in Einstellungen, Denkweisen und Handlungen. Speziesistische Handlungs- und Denkmuster erweisen sich \u00fcber die Jahrhunderte deshalb als so flexibel, da sie durch Sozialisationsprozesse durch jeden einzelnen individuell aufgenommen, verarbeitet und angeeignet werden.<\/p>\n<p>Speziesismus ist immer vermittelt und in der historischen Betrachtung immer auch Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse. Bestimmte Aspekte, welche die grunds\u00e4tzliche Andersartigkeit von Tieren belegen sollen, wandeln sich von Zeit zu Zeit, so wurde noch vor 200 Jahren fest davon ausgegangen, dass es keinerlei naturwissenschaftliche Begr\u00fcndung g\u00e4be, dass Tiere Leiden und Schmerzen erfahren k\u00f6nnten, von einem Bewusstsein gar nicht zu sprechen. W\u00e4hrend sich derartige Annahmen im weiteren geschichtlichen Verlauf, bspw. in der wissenschaftlichen Forschung nicht halten lie\u00dfen, werden im Gegenzug wieder ganz andere Eigenschaften oder Attributen von Tieren im Vergleich zu den Menschen ins Feld gef\u00fchrt, welche eben diese Andersartigkeit belegen sollen, z.B. dass kein Tier \u00fcber eine dem Menschen vergleichbare Sprache oder Grammatik verf\u00fcgt oder aufrecht geht. Was hiermit gezeigt werden soll: der Mensch ist einzigartig, die Tiere sind die Anderen. Diese Unterschiede legitimieren wiederum die Ungleichbehandlung von Menschen und Tieren, unabh\u00e4ngig von ihren Gemeinsamkeiten, bspw. der F\u00e4higkeit Schmerzen zu empfinden, Leid zu erfahren.<\/p>\n<p>Genauer betracht gibt es \u201adas Tier\u2019, gleicherma\u00dfen \u201aden Menschen\u2019 nicht. Beides sind sprachliche und gedankliche Konstruktionen. W\u00e4hrend Hunderte, gar Tausende Spezies und Abermilliarden Individuen hinter dem Begriff von \u201adem Tier\u2019 verschwinden, erscheinen die Menschen, bzw. der Mensch als Spezies allein durch diese sprachliche Kategorisierung als einzigartig. Diese Grenze entlang der Nicht-Zugeh\u00f6rigkeit zur Spezies Mensch ist willk\u00fcrlich und dient der Aufrechterhaltung speziesistischer Handlung- und Denkweisen, denn die genetischen Unterschiede zwischen Menschen und Schimpansen sind wesentlich geringer, als jene zwischen Schimpansen und Kreuzspinnen oder Krokodilen. Die Kategorie \u201aTier\u2019 hat sich kulturhistorisch entwickelt und wurde in unterschiedlicher Weise durch Religionen oder die Ideengeschichte ausgedeutet. Der Mensch wird heute mit Kategorien der Vernunft, der Seele, der Rationalit\u00e4t, der Kultur oder der Intelligenz in Verbindung gebracht, w\u00e4hrend \u201adas Tier\u2019 auf der anderen Seite mit den jeweiligen negativen \u00c4quivalenten gleichgesetzt wird. Tiere gelten als Inbegriff der Triebhaftigkeit und der seelenlosen K\u00f6rperlichkeit, sie handeln aufgrund von Instinkten und sind grunds\u00e4tzlich naturverbunden. Diese Zuschreibungen sind willk\u00fcrlich. Auch Menschen handeln aufgrund bestimmter Instinkte oder Triebe und Tiere k\u00f6nnen ihre Umwelt ver\u00e4ndern und Kultur schaffen, nat\u00fcrlich in individuell verschiedener Art und Weise. Hinter diesen kategorialen, dualistischen Denken steht der Prozess der Selbstaufwertung, die Eigenschaften der Anderen negativ zu besetzen, wodurch die eigene Gruppe aufgewertet wird. Hierdurch entstehen Wertehierarchien, welche letztendlich in Unterdr\u00fcckungsformen m\u00fcnden, bzw. diese legitimieren.<\/p>\n<p>Das Aufwerten der eigenen Gruppe, bei gleichzeitigen Abwerten der als anders Betrachteten ist charakteristisch f\u00fcr zahlreiche weitere Unterdr\u00fcckungsformen. Ausgangspunkt ist immer die Zuschreibung von positiv besetzten Eigenschaften zu einer als relativ einheitlich wahrgenommenen Gruppe, seien es die eigene Rasse, im Rassismus, die eigene Nation beim Nationalismus, das eigene Geschlecht und die eigene sexuelle Orientierung beim Sexismus. Im Gegenzug werden den jeweiligen anderen negative Eigenschaften zugeschrieben.<\/p>\n<p>In Bezug auf das Verh\u00e4ltnis der Menschen zu den Tieren, ergibt sich aus dieser Perspektive die Forderung, dass es nicht um das Aufwerten von Tieren, bzw. das Abwerten von Menschen gehen kann, sondern Wertehierarchien als solche zu kritisieren und zu dekonstruieren, da sie sowohl im zwischenmenschlichen, als auch im Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnis Unterdr\u00fcckungsmuster legitimieren, in Ausbeutung m\u00fcnden und herrschaftliche Verh\u00e4ltnisse konstituieren. Stattdessen sollten Gemeinsamkeiten und individuelle Interessen in den Blickpunkt genommen werden, nach welchen sich das Handeln jedes Einzelnen ausrichten sollte.<\/p>\n<p><big><br \/>\nObjekte menschlicher Interessen<br \/>\nDie Ausbeutung von Tieren in der Gegenwart<\/big><\/p>\n<p>Im folgenden Abschnitt soll es um die Lebensrealit\u00e4t der Tiere gehen, welche f\u00fcr menschliche Interessen und vermeintliche Bed\u00fcrfnisse, gefangengehalten, ausgebeutet und get\u00f6tet werden. Um die allt\u00e4gliche, strukturelle Gewalt gegen nicht-menschliche Tiere in unserer Gesellschaft zu beschreiben, bedarf es den Blick auf einzelne Bereiche zu lenken, zu denken w\u00e4re hierbei an die Massentierhaltung zur Erzeugung von sog. Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Eiern oder Milch, der Jagd, der Versuchsforschung, der Bekleidungsindustrie, dem Zirkus oder dem Zoo. Tiere werden nach eben jenen Bereichen kategorisiert und nach N\u00fctzlichkeitskriterien f\u00fcr Menschen benannt, seien es nun die Schlachttiere, das Jagdwild oder die Versuchstiere. Nat\u00fcrlich liegt es keinesfalls im Sinn eines Schweins, als Steak auf dem Teller eines Menschen zu landen, gleicherma\u00dfen liegt es sicherlich nicht im Interesse eines Elefanten im Zoo oder im Zirkus Kunstst\u00fccke zur Belustigung von Menschen darzubieten. Das es so etwas wie Nutztiere \u00fcberhaupt geben kann, liegt im Bewusstsein der Menschen begr\u00fcndet, es ist ein soziales Konstrukt, nicht mehr, angesichts seiner Wirkungsm\u00e4chtigkeit leider auch nicht weniger, wie im folgenden aufgezeigt werden soll.<\/p>\n<p>F\u00fcr Millionen Rinder, Schweine oder H\u00fchner kommt auch \u00fcberhaupt keine anderes Leben in Frage, als jene welche Menschen f\u00fcr sie vorgesehen haben. Laut Angaben des Bundesamts f\u00fcr Statistik betrifft dies nicht weniger als 4 Millionen Rinder, die 2004 get\u00f6tet wurden, hinzu kommen 46 Millionen Schweine, welche innerhalb eines Jahres f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion in fabrikartigen Anlagen aufgewachsen, ihr Leben verbringen und beenden mussten. Die Anzahl der sog. Masth\u00e4hnchen, wird seit einigen Jahren nicht mehr in Individuen erfasst, was angegeben wird sind astronomisch hohe Zahlen von Schlachtgewichten. Es d\u00fcrfte schlichtweg zu aufwendig sein, mehrere Hundert Millionen H\u00fchner auch noch zu z\u00e4hlen, nachdem ihnen ihr Leben genommen wurde. Diese unvorstellbar hohen Opferzahlen lassen das Individuum in dieser T\u00f6tungsmachinerie schlichtweg verschwinden. Es ist schwierig Einzelschicksale angesichts dieses Ausma\u00dfes der Vernichtung nicht-menschlichen Lebens \u00fcberhaupt zu fassen.<\/p>\n<p>Wenn mensch beschreiben m\u00f6chte was bspw. in den Tierfabriken und den Schlachth\u00e4user vor sich geht, kann gesagt werden, dass bspw. ein Grossteil der Schweine ihr gesamtes Leben in kleinen Buchten gefangengehalten halten. Das sie sich nicht ausreichend bewegen k\u00f6nnen, liegt dabei im Kalk\u00fcl ihrer Peiniger. Was es jedoch f\u00fcr jedes Schwein bedeutet, grunds\u00e4tzlicher Bed\u00fcrfnisse beraubt zu sein, bspw. sich nicht bewegen zu k\u00f6nnen, welches Drama die geruchsempfindlichen Tiere erleiden m\u00fcssen, wenn sie in ein Schlachthaus getrieben werden, w\u00e4hrend sie das Blut ihrer Artgenossen riechen, all jenes kann mensch nur erahnen. Es kommt nicht von ungef\u00e4hr, dass sich viele Schweine im wahrsten Sinne des Wortes auf ihren letzten Metern quer stellen, sich nur durch Gewalt in die H\u00e4nde ihrer M\u00f6rder treiben lassen. Nat\u00fcrlich erlebt jedes tierliche Individuum diese und andere Situationen, ganz individuell, was diese Tiere miteinander verbindet, ist ein Interesse keine Schmerzen zu empfinden und zu leben.<\/p>\n<p>In anderen Bereichen sieht es nicht viel anders aus. Geradezu zynisch muten Bilder von gl\u00fccklichen H\u00fchner auf Tiertransportern oder Verpackungen von Eiern an, blickt mensch der Lebensrealit\u00e4t jener Tiere ins Auge. Diese Lebensrealit\u00e4t dauert in der Regel nicht mehr als 40 Tage. Was es sp\u00e4ter im Supermarkt als mitunter bis zur Unkenntlichkeit entstellte \u201aNahrungsmittel\u2019 zu kaufen gibt, wird \u00fcberhaupt nicht mit dem verkn\u00fcpft, was zuvor geschehen sein musste. Eier, wie auch Fleisch sind zu Waren erkl\u00e4rt, es ist wird geradezu verleugnet, dass es eine Gewalttat geben musste, mit T\u00e4tern und Opfern. Fleisch ist nicht einfach nur Nahrungsmittel, es ist ein St\u00fcck eines toten, durch Menschen get\u00f6teten Tiers.<\/p>\n<p>Auch Milch ist Produkt eines Gewaltverh\u00e4ltnisses, auch wenn nicht wie beim Fleisch ein Tier unmittelbar get\u00f6tet werden musste, damit sie in den K\u00fchlschrank gestellt werden kann. Letztendlich sind Tiere in den Augen der Milchindustrie daf\u00fcr da Milch zu produzieren, was in letzter Konsequenz bedeutet, dass K\u00fche, die nicht den Kosten-Nutzen Kalk\u00fclen entsprechende Mengen an Milch produzieren, get\u00f6tet werden; dass sie gewaltsam geschw\u00e4ngert werden, da eine Kuh nicht wie es Kindern oftmals suggeriert wird \u201aeinfach so\u2019 Milch geben; dass die Kinder der K\u00fche von ihren M\u00fcttern entrissen werden. Auch hier lassen sich die Dramen f\u00fcr K\u00fche und K\u00e4lber nur erahnen. Dramen welche beim Verzehr von tierlicher \u201eNahrung\u201c aus dem Bewusstsein der Menschen getilgt sind.<\/p>\n<p>Eine weiteres spezielles Ausbeutungsverh\u00e4ltnis ist die Jagd, bzw. die verschiedenen Auspr\u00e4gungen der Jagd. Sicherlich hat jeder Mensch eine Vorstellung davon, was sich bei der Jagd abspielt. Menschen zumeist aus der st\u00e4dtischen Mittelschichten fahren am Wochenende in den Wald, um dort Tiere zu erschie\u00dfen oder wie es im J\u00e4gerjargon genannt wird, zu erlegen. Nun mag es recht unterschiedliche Gr\u00fcnde geben, was Menschen zu derartig archaischen Verhalten veranlasst, sei es mit m\u00f6glichst pr\u00e4chtigen Geweihen vor den Gesinnungsgenossen zu protzen, das sog. nat\u00fcrliche Gleichgewicht wieder herzustellen oder einfach nur aus Lust an der Freude \u00fcber Leben und Tod zu entscheiden. All diese hervorgebrachten Begr\u00fcndungen der Jagd auf nicht-menschliche Individuen sind jedoch aus einer Tierbefreiungsperspektive auf das Sch\u00e4rfste abzulehnen. Wiederum werden Interessen von Menschen, in diesem Fall der J\u00e4ger, \u00fcber die Interessen der Tiere gestellt, mit nur zu blutiger Konsequenz. Auch das Aush\u00e4ngeschild der J\u00e4gerlobby, doch das durch den Menschen zerst\u00f6rte nat\u00fcrliche Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ausgemachter Humbug. Zum ersten blasen die J\u00e4ger zum Angriff auf Beutegreifer, wie F\u00fcchse oder Marder, w\u00e4hrend sie sich im Gegenzug als die nat\u00fcrlichen Regulatoren der Bejagten aufzuspielen. Zum zweiten greifen J\u00e4ger massiv in \u00d6kologie der W\u00e4lder, Wiesen und \u00c4cker ein, sie hegen erst diejenigen Tiere, bspw. durch sog. Futterkrippen oder das Aussetzen zuvor \u201egez\u00fcchteter\u201c Wildschweine, welche sie sp\u00e4ter aufgrund vermeintlicher \u00dcberpopulation zu erschie\u00dfen trachten. Zum dritten verschmutzen sie W\u00e4lder und Grundgew\u00e4sser durch Munitionsr\u00fcckst\u00e4nde (z.B. Blei) in nicht unerheblichen Ma\u00dfe, nicht zuletzt ver\u00e4ngstigen sie Tiere durch andauernden L\u00e4rm durch die Verwendung ihrer Waffen. Eine Kritik an der Naturzerst\u00f6rung muss dort ansetzen, wo auch seine Ursachen liegen, eben bei den Menschen, welche W\u00e4lder unter N\u00fctzlichkeitskriterien zu Baum\u00e4ckern umwandeln und bei denjenigen welche fr\u00fchere W\u00e4lder und Wiesen \u201eurbar machen\u201c, was in der Realit\u00e4t nicht anderes bedeutet als den Lebensraum zahlloser Individuen zu zerst\u00f6ren. Die Ver\u00e4nderungen der Lebensr\u00e4ume von Tieren au\u00dferhalb der sog. Nutztierhaltung durch den Menschen, k\u00f6nnen nicht durch die Abschusslisten der J\u00e4ger r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. Es gilt ein anderes Zusammenleben von Menschen und Tieren zu organisieren, welches nicht-menschliche Individuen nicht als ver\u00e4nderbare Variable einer Projektion, wie Natur zu sein habe, erachtet.<\/p>\n<p>Weit \u00fcber zwei Millionen nicht-menschliche Tiere, allen voran Ratten, M\u00e4use und Kaninchen, aber auch Hunde, Katzen und Primaten fallen allj\u00e4hrlich der sog. wissenschaftlichen Forschung und der Versuchsindustrie in Tierversuchen zum Opfer. W\u00e4hrend in den 1980er Jahren mitunter mehrere Tausend Menschen gegen Versuche an nicht-menschlichen Individuen auf die Stra\u00dfe gingen, ist die Kritik heute bis auf wenige Ausnahmen verstummt. An der Durchschlagskraft der Argumente von ExperimentorInnen und ForscherInnen d\u00fcrfte dies nicht liegen. Eine Kritik an Tierversuchen kann aus einer antispeziestischen Sicht jedoch nicht an Diskussionen, um eine \u00dcbertragbarkeit der Ergebnisse, welche unter unvorstellbaren Praxen Tieren abgerungen wurden, abarbeiten. Vielmehr gilt es den Focus darauf zu legen unter welchen Bedingungen und vor welchem ideologischen Hintergrund heute Versuche durchgef\u00fchrt werden. Tiere werden eben auch in der Forschung nicht als Individuen, sondern als Objekte im speziellen Versuchsobjekte betrachtet. Ihre Individualit\u00e4t, ihre k\u00f6rperliche, wie physische Verfassung und nat\u00fcrlich auch ihre Bed\u00fcrfnisse und Interessen gehen in den unz\u00e4hligen Versuchsreihen, welche f\u00fcr die Entwicklung einer chemischen Substanz ben\u00f6tigt werden, notweniger Weise unter. Tierversuche dienen ausschlie\u00dflich denjenigen, welche an ihnen beteiligt sind, allen voran Pharmaunternehmen als Alibiveranstaltung in der Entwicklung von Medikamenten. Aber auch sog. WissenschaftlerInnen und ForscherInnen, um sich \u00fcber Ver\u00f6ffentlichungen, Doktorarbeiten und Habilitationen unter Verwendung der Ergebnisse von Versuchen an nicht-menschlichen Tieren Ansehen zu verschaffen und hier\u00fcber vermittelte beruflichen und wirtschaftlichen Vorteile zu erreichen.<\/p>\n<p>Diese Beispiele sollen exemplarisch verdeutlichen wie sehr der Alltag von Selbstverst\u00e4ndlichkeiten gepr\u00e4gt ist, die \u00fcbersetzt nichts anderes bedeuten als die Unterdr\u00fcckung, Beherrschung und Ermordung von nicht-menschlichen Individuen. Das diese Beispiele nur exemplarisch bleiben k\u00f6nnen wird deutlich, wenn sich vergegenw\u00e4rtigt wird, wo weitere Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse liegen: in den Zirkussen, den Zoos, beim Angeln, der Herstellung von Seide, Wolle, Leder, Pelz, im Sport, in der Therapie.<\/p>\n<p><big>Tierausbeutung ist angreifbar &#8211;<br \/>\nHandlungsperspektiven der Tierbefreiungsbewegung.<\/big><\/p>\n<p>Eine erste praktische Konsequenz, welche sich der allgegenw\u00e4rtigen Ausbeutung von Tieren zu wider setzt, w\u00e4re der Veganismus, zumeist als individuelle Ern\u00e4hrungsweise des Verzichts aller tierlichen Produkte (Fleisch, Milch, Eier, Honig, Butter, K\u00e4se etc. etc.) verstanden. Dabei geht der Veganismusgedanke weit \u00fcber die blo\u00dfe Askese hinaus. Veganismus nimmt die allt\u00e4gliche speziesistischen Handlungen in den Blick. Sich nicht an der strukturellen Gewalt zu beteiligen, welche Tieren jeden Tag wiederf\u00e4hrt, nicht den Auftrag zu geben, Tiere zu t\u00f6ten oder auch nur zu \u201enutzen\u201c ist hierbei keine Frage der Ern\u00e4hrungsweise, sondern der Konsequenz des Tierbefreiungsgedankens. Tiere als Subjekte zu begreifen, bedeutet eben nicht, sie auf den Objektstatus des Fleischlieferanten zu erniedrigen. Fleisch auch nur als Nahrungsmittel zu betrachten, ist die Reproduktion dessen, was durch tierrechtsmotivierte VeganerInnen abgelehnt wird. Was f\u00fcr Fleisch gilt, l\u00e4sst sich hierbei auch auf andere sog. Nahrungsmittel \u00fcbertragen, aber auch auf Kosmetika und Chemikalien, zu deren Herstellung Experimente an Tieren durchgef\u00fchrt wurden, wie auch Kleidung, welche aus tierlichen Bestandteilen, z.B. Leder oder Felle bestehen.<\/p>\n<p>Die politische Praxis der Tierbefreiungsbewegung geht jedoch \u00fcber diesen individualisierenden Ansatz hinaus. So wichtig die Konsequenzen der individuellen Lebensf\u00fchrung erachtet wird, so wichtig ist auch, entsprechend dem zuvor genannten Imperativ Rechnung zu tragen und alle Verh\u00e4ltnisse dahingehend zu \u00e4ndern, dass nicht-menschliche Tiere nicht mehr als Unfreie leben m\u00fcssen, bzw. f\u00fcr ihnen zuwider laufende Interessen ausgebeutet und get\u00f6tet zu werden. Hierf\u00fcr bedarf es dem Einwirken auf den gesellschaftlichen Diskurs, welche speziesistische Handlungs- und Denkweisen zur Normalit\u00e4t erkl\u00e4rt und immer wieder aufs neue reproduziert. Dabei bedient sich die Tierbefreiungsbewegung einer ganzen Reihe von Aktionsformen, welche zum gr\u00f6\u00dften Teil anderen Befreiungsbewegungen entlehnt, seien es Infost\u00e4nde in Fu\u00dfg\u00e4ngerpassagen, \u00f6ffentlichkeitswirksame Demonstrationen, welche die allt\u00e4gliche Gewalt gegen die Tiere ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zur\u00fcckholt, Aktionen des zivilen Ungehorsams oder auch Direkte Aktionen, die ein Unrecht direkt beenden.<\/p>\n<p>Das Konzept des Campaignings, der Kampagnenarbeit verbindet diese oftmals singul\u00e4ren Aktionen und stellt sie unter einen organisatorischen, wie zielorientierten Rahmen. Das Campaigning macht heute einen Grossteil der praktischen, politischen Arbeit der TierbefreierInnen aus. In den 80ern und Anfang der 90er sah dies noch ganz anders aus, Aktionen wie Demonstrationen gegen Tierversuche wurden zwar mehr als heute durch die \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen, sie blieben zumeist ihrem appellativen Charakter verhaftet und schafften es ebenso wenig wie einzelne Butters\u00e4ureanschl\u00e4ge auf Pelzgesch\u00e4fte oder Jagdsabotagen eine Kontinuit\u00e4t zu entwickeln, welche auf Tierausbeutungsunternehmen eine nachhaltige Wirkung zeigt. Zudem blieben viele Aktionen auf bestimmte Regionen oder St\u00e4dte beschr\u00e4nkt und von einander isoliert. Ausgehend von diesen Erfahrungen setzte sich seit Ende der 90er eine aus England importierte Form der politischen Praxis durch, eben die des Campaignings.<\/p>\n<p>Exemplarisch hierf\u00fcr soll die Offensive gegen die Pelzindustrie n\u00e4her betrachtet werden, einem Zusammenschluss von Tierrechtsgruppen und Einzelpersonen, welche sich zum Ziel gesetzt hat, mit vereinten Kr\u00e4ften die Pelzindustrie und den Pelzhandel ein f\u00fcr alle Mal zur Geschichte zu machen. Das die Aktionen im Rahmen der Offensive heute den Grossteil der Aktivit\u00e4ten der TierbefreierInnen ausmachen ist hierbei eine taktische \u00dcberlegung. Die Pelzindustrie ist im Vergleich zu anderen Tierausbeutungsindustrien eine vergleichsweise Ressourcen- und Strukturschwache. Sie verf\u00fcgt einerseits \u00fcber wenig Lobby in der Politik, anderseits auch \u00fcber wenig R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Die Offensive startete zun\u00e4chst 1999 eine Kampagne gegen den Kaufhauskonzern C&amp;A, mit dem Ziel diesen dazu zu bewegen sich aus dem Handel mit Pelzen zur\u00fcckzuziehen. Nach einem Jahr und einer ganzen Menge gelaufener Aktionen, wie Kundgebungen und \u00fcberregionale Demonstrationen gab die Gesch\u00e4ftsleitung per Pressemitteilung bekannt, ganze Pelzm\u00e4ntel, sp\u00e4ter dann auch alle Formen von verarbeiteten Pelz, z.B. in Form von Kr\u00e4gen etc. aus dem Sortiment zu nehmen. Bis heute lassen sich in den Kaufh\u00e4usern von C&amp;A, aber auch in denen von der KarstadtQuelle AG, welches das zweite gro\u00dfe Ziel der Offensive wurde, keine Pelze finden.<\/p>\n<p>Kaufh\u00e4user bieten sich aus verschiedenen \u00dcberlegungen als Kampagnenziele an. Zum ersten sollten hier seit Mitte der Neunziger Jahre neue Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr Produkte der Pelzindustrie, durch jene erschlossen werden. Zum zweiten sind Kaufh\u00e4user nicht zwingend auf den Verkauf von Pelzwaren angewiesen, was f\u00fcr die einen meist nur den Verlust eines Nullsummenspieles war, bedeutete f\u00fcr die Pelzbranche einen massiven Umsatzverlust, da zahlreiche Abnehmer auf einmal absprangen. Zum dritten sind Kaufhausketten wie C&amp;A, Karstadt oder das heutige Kampagnenziel Peek und Cloppenburg deutschlandweit und dar\u00fcber hinaus pr\u00e4sent. Gruppen aus den verschiedensten St\u00e4dten k\u00f6nnen sich an den Aktionen in ihrer Stadt bzw. ihrer Region beteiligen.<\/p>\n<p>Die Modehauskette Peek und Cloppenburg ist mittlerweile \u00fcber drei Jahre im Focus der TierbefreierInnen. Die Aktionen reichen hierbei von Infost\u00e4nden, Kundgebungen, Demonstrationen, Aktionen des zivilen Ungehorsams, wie Go-Ins und Ankettungsaktionen bis hin zu Aktionen der illegalisierten Animal Liberation Front (ALF). Ohne die Kampagne in allen Einzelheiten zu er\u00f6rtern sei an dieser Stelle noch auf ein paar Tendenzen verwiesen. In den letzten Monaten wurden die Proteste zunehmend sch\u00e4rfer, \u00fcberregionale Demonstrationen radikalisierten sich, wiederholt sind Butters\u00e4ure und glasver\u00e4tzende Mittel gegen Filialen von P&amp;C zum Einsatz gekommen, mit dem Ziel dem Unternehmen auch wirtschaftlich zu sch\u00e4digen, da dieses die Gewalt gegen Nerze, F\u00fcchse oder Waschb\u00e4ren nicht schon als Grund genug f\u00fcr einen R\u00fcckzug aus dem Pelzhandel\u00a0 erachtet. Das die Kampagne gegen Peek und Cloppenburg vergleichsweise lange dauert, liegt auch in der Entscheidungsstruktur des Unternehmens begr\u00fcndet, diese ist auf ein paar wenige Menschen beschr\u00e4nkt, zumeist sind es Mitglieder der Familie Cloppenburg. AktivistInnen nahmen dies zum Anlass auch direkt vor deren Wohnh\u00e4usern, mitunter mitten in der Nacht, ihre Meinung \u00fcber den Handel mit Pelzen kundzutun. Ziel hierbei ist es, Entscheidungstr\u00e4ger aus der privaten Abgeschiedenheit herauszuholen und vor Augen zu halten, dass sie daf\u00fcr verantwortlich sind, dass andere in engsten K\u00e4figen gefangengehalten werden, um nach nur einigen Monaten f\u00fcr jene Produkte get\u00f6tet zu werden, die dann als Kleidung in den Filialen von Peek und Cloppenburg zu kaufen sind.<\/p>\n<p>So empfindlich die Aktionen im Rahmen der Offensive gegen die Pelzindustrie bisher waren, so berechtigt ist sicherlich auch die Frage, ob nicht die Individuen, welche in anderen Bereichen der Tierausbeutung gefangen gehalten und get\u00f6tet werden (und wurden) nicht aus dem Blick geraten. Aus diesem Grund organisieren AktivistInnen auch immer wieder Demonstrationen,. Kundgebungen und Infost\u00e4nde gegen Zirkusse, gegen Tierversuche oder auch einfach f\u00fcr Veganismus. Auch wenn dieses Aktionen oftmals isoliert voneinander bleiben, soll dies keinesfalls bedeutet, dass sie keine Berechtigung h\u00e4tten, im Gegenteil.<\/p>\n<p>Eine weitere, in der Tierbefreiungsbewegung stark verbreite Aktionsform ist die der Direkten Aktion. Dieses Konzept zielt dabei nicht auf die Instanz Dritter, bspw. das Konsum- oder Unrechtsbewusstsein der Menschen oder die Gesetzgebung, sondern darauf ein Unrecht auf direktem Wege zu beenden. Hierbei geht es allen voran, um die Befreiung von gefangenen Tieren. In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Hundert Tiere vor allem aus Legebatterien und Mastbetrieben herausgeholt, um ihnen ein Leben auf Gnadenh\u00f6fen zu erm\u00f6glichen oder bei Privatpersonen unterzubringen. Tiere zu befreien ist dabei in Bezug auf die Strafverfolgung keineswegs so gef\u00e4hrlich, wie oftmals angenommen. Oftmals f\u00e4llt es schlichtweg \u00fcberhaupt nicht auf, wenn aus un\u00fcbersichtlichen Mastanlagen, in denen G\u00e4nse, Enten oder H\u00fchner zu Tausenden auf engstem Raum eingepfercht sind, mal zehn, mal zwanzig, mal f\u00fcnfzig Tiere \u201eentwendet\u201c werden. Zumal der Markwert von H\u00fchnern sich oftmals unter einem Euro bel\u00e4uft. Auch wenn derartige Aktionsformen nicht an den strukturellen Begebenheiten der Tierausbeutung r\u00fctteln kann, so ist es f\u00fcr die befreiten Tiere doch im wahrsten Sinne des Wortes eine Frage um Leben und Tod, wenn sie statt nach ein paar Wochen get\u00f6tet zu werden, mehrere Jahre auf einem Gnadenhof verbringen k\u00f6nnen, ohne dabei auf kleinsten Raum gefangen zu sein.<\/p>\n<p>Auch Aktionen der Animal Liberation Front greift auf dieses Konzept zur\u00fcck, auch sie befreien Tiere, richten sich in ihren Aktionen aber auch gegen den reibungslosen Betrieb der Tierausbeutungsunternehmen, bspw. durch \u00f6konomische Sabotagen. Die ALF ist in den 70er Jahren in Gro\u00dfbritannien entstanden, sie ist mehr als Konzept, als eine Organisationsform zu verstehen. Es gibt keine einheitliche, organisierten Gruppenstruktur. Prinzipiell k\u00f6nnen alle Menschen unter dem Label der ALF Aktionen durchf\u00fchren, solange bei ihren Aktionen weder Tiere, noch Menschen zu Schaden kommen. Dies gilt insbesondere auf dem durch J\u00e4ger oftmals hervorgebrachten Vorwurf, ALF-AktivistInnen w\u00fcrden Leitern zu Hochsitzen ans\u00e4gen.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt besch\u00e4ftigen sich TierbefreierInnen auch auf theoretischer Ebene mit Tierausbeutung und Speziesismus. Die Theorie um Speziesismus, Tierausbeutung und Naturbeherrschung zielt zum einen darauf eigene Handlungsweisen zu reflektieren und andererseits neue Handlungsperspektiven durch die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse zu erschlie\u00dfen. Im folgenden soll die Bedeutung an zwei Beispielen exemplarisch aufgezeigt werden, eine Rekonstruktion der theoretischen Auseinandersetzung der letzten Jahre kann an dieses Stelle nicht erbracht werden, vielmehr soll aufgezeigt werden, dass die Auseinandersetzung um eine Befreiung der Tiere \u00fcber den unreflektierten \u201eF\u00fcr-die-Tiere\u201c Anspruch vieler selbsternannter Tiersch\u00fctzerInnen und VeganerInnen hinausgehen muss.<\/p>\n<p>Noch vor einigen Jahren wurde zur Begr\u00fcndung der Notwendigkeit einer veganen Ern\u00e4hrung von vielen VeganerInnen argumentieret, dass sich die Menschen vor Tausenden von Jahren in ihrer angeblich nat\u00fcrlichen Umgebung quasi vegan ern\u00e4hrt h\u00e4tten, sie also von Natur aus dazu veranlagt w\u00e4ren Pflanzen und nicht Tiere zu essen. Hierf\u00fcr wurde oftmals die Anordnung der Z\u00e4hne oder die L\u00e4nge des Darmes als Argumente bem\u00fcht. Unabh\u00e4ngig davon, dass sich derartige Aussagen wohl kaum belegen lassen, ist es als problematisch zu erachten, dass sich hierbei auf einen konstruierten und idealisierten Naturzustand bezogen wird, bei dem die Welt und Menschen mit sich im Reinen gewesen w\u00e4ren. Fraglich dabei ist, ob es einen nat\u00fcrlichen Zustand des Menschen \u00fcberhaupt jemals gegeben hat und in welcher Zeit dieser \u00fcberhaupt anzusiedeln sei. Bei genauerer Betrachtung spielt dies f\u00fcr die heutige Auseinandersetzung um Veganismus auch \u00fcberhaupt keine Rolle, Menschen werden auch mit Fleisch, Milch und Eier alt, das biologische Argument ist schlichtweg hinf\u00e4llig. Nur zu gef\u00e4hrlich ist es dagegen vermeintliche Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Natur auf gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse zu legen und diese quasi als Folie f\u00fcr die Organisation der Gesellschaft einzufordern. Wer sich diesen biologistischen Argumentationsmustern bedient, verf\u00e4ngt sich nur allzu schnell in Schlussfolgerungen, dass MigrantInnen ja abgeschoben geh\u00f6ren, es sich hier ja nicht um ihren nat\u00fcrlichen Lebensraum handle oder, dass Frauen von Natur aus die Kindererziehung zu k\u00e4me, dem Mann dagegen das Brotverdienen, da dies im Menschen quasi angelegt sei. Dies soll verdeutlichen, dass weder biologistische Argumentationen, noch idealisierte Konstruktionen von dem was Natur zu sein habe, eine Rolle f\u00fcr die Auseinandersetzung um die Befreiung der Tiere spielen kann, da hier bspw. patriarchalen und rassistischen Bestrebungen Vorschub geleistet werden w\u00fcrde. Bezugspunkt einer Theorie der Tierbefreiungsbewegung muss das Leiden der Tiere und die strukturelle Gewalt in heutigen menschlichen Gesellschaften sein.<\/p>\n<p>Weitere theoretische Auseinandersetzungen drehen sich heute um die Sprache. Beeinflusst von feministischen und poststrukturalistischen Ans\u00e4tzen, wird die auf Tiere bezogenen Sprache von Menschen untersucht und versucht aufzuzeigen, inwieweit diese dazu beitr\u00e4gt, speziesistische Denkmuster aufrecht zu erhalten. Dies wurde bereits in den vorherigen Ausf\u00fchrungen deutlich: Die Konstruktion des vereinheitlichenden Begriffs von \u201adem Tier\u2019 reproduziert die allgegenw\u00e4rtige Sicht von der Einzigartigkeit des Menschen. Die Benennung von Tieren nach N\u00fctzlichkeitskriterien impliziert bereits, dass Tiere daf\u00fcr da w\u00e4ren, den Menschen zu nutzen. Die verkl\u00e4rende Sprache von Nahrungsmitteln, wenn Leichenteile get\u00f6teter Tiere gemeint sind, verdr\u00e4ngt die strukturelle Gewalt gegen Tiere. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst sich zeigen, dass \u00fcber den Tier-Begriff hinaus, Handlungen nicht-menschlicher Individuen konkret andere Benennungen erfahren, wenn vom Fressen, Werfen oder Paaren die Rede ist. Hier wird wiederum die konstruierte Grenze zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Individuen betont und eine vermeintliche mindere, vernunftlose Lebensweise signalisiert.<\/p>\n<p>Diese Beispiele zeigen nur allzu deutlich, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass Sprache nur objektiv und wertneutral die Realit\u00e4t abbildet. Im Gegenteil, sie ist durch soziale Verh\u00e4ltnisse vermittelt. Sprachliche Wendungen in Bezug auf Tieren enthalten Distanzierungen, Abwertungen und Kategorisierungen, welche den Speziesismus reproduzieren. Eine konsequente antispeziesistische Praxis erfordert es daher Sprachmuster, welche auf Projektionen beruhen und auf Entindividualisierung zielen konsequent zu hinterfragen und ggf. zu \u00e4ndern. Dies schlie\u00dft insbesondere die Bezeichnung\u00a0 von Tieren nach dem Zweck ihrer Ausbeutung (\u201eSchlachtvieh\u201c), den Bezug auf Tiere zur Beschreibung von Verhaltensweisen von Menschen (\u201eSich wie ein Schwein benehmen\u201c) und die Verleugnung von strukturellen Gewaltverh\u00e4ltnissen (\u201eFleisch\u201c) mit ein.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass die Auseinandersetzung mit Tierausbeutung und Speziesismus nicht auf einer individuellen Ebene versanden darf. Veganismus ist zwar ein integraler Bestandteil einer antispeziesistischen Einstellung, von der Befreiung der Tiere auf allen gesellschaftlichen Ebenen ist mensch damit aber noch weit entfernt. Hierf\u00fcr bedarf es der Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen auf theoretischer, wie praktischer Ebene. Im speziellen gilt es die Beschr\u00e4nkungen eines alles-f\u00fcr-die-Tiere-Tierschutzes aufzudecken. Sich f\u00fcr vergr\u00f6\u00dferte K\u00e4fige und schmerzlose T\u00f6tungsmethoden einzusetzen reproduziert eben jene Verh\u00e4ltnisse in denen Tiere auf ihren Objekt- und Nutzbarkeitsstatus reduziert bleiben. Stattdessen gilt es Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung und Beherrschung von nicht-menschlichen Tieren als Ganzes zu beenden. <strong><\/p>\n<p><\/strong>Literaturempfehlungen:<\/p>\n<p>Basisgruppe Tierrechte: Zweckgebunden produziert \u2013 entindividualisiert \u2013 transformiert in tote Ware. Eine Kritik an bestehenden Verh\u00e4ltnissen zwischen Menschen und anderen Tieren. Als Download unter: <a href=\"http:\/\/www.basisgruppe-tierrechte.at.tt\/\">www.basisgruppe-tierrechte.at.tt<\/a><\/p>\n<p>Birgit M\u00fctherich: Die soziale Konstruktion des Anderen \u2013 Zur soziologischen Frage nach dem Tier. Vortrag, gehalten auf der deutschen SoziologInnentagung 2002. Als Download unter: <a href=\"..\/berta\/pages\/texte\/www.atah.tk\">www.atah.tk<\/a><\/p>\n<p>G\u00fcnther Rogausch: Innerhalb einer Kultur des Schlachthofs \u2013 Jenseits von Fleisch. Eine Exkursion entlang der Speziesgrenze oder Ein kurzer Ausflug zwischen Warenwelt und wahrer Welt. In: Leiden beredt werden zu lassen ist Bedingung aller Wahrheit. Als Download unter <a href=\"..\/berta\/pages\/texte\/www.tierrechts-aktion-nord.de\">www.tierrechts-aktion-nord.de<\/a><\/p>\n<p>Melanie Bujok: Tierschutz, New Welfarism, Tierrechte, Tierbefreiung \u2013 Ideenpluralismus in den \u201eBewegungen f\u00fcr Tiere\u201c Eine kritische Bewertung. Vortrag, gehalten auf der Tagung des Vegetarier-Bundes Deutschland 2002. Ver\u00f6ffentlicht in \u201aNat\u00fcrlich Vegetarisch\u2019 und online unter <a href=\"..\/berta\/pages\/texte\/www.vegetarierbund.de\">www.vegetarierbund.de<\/a><\/p>\n<p>Sebastian Schubert, Berliner Tierrechtsaktion (BerTA)*<\/p>\n<p>*Dieser Text ist eine Ausarbeitung eines Referats im Rahmen der Vortragsreihe &#8222;Befreiung h\u00f6rt nicht beim Menschen auf &#8211; Perspektiven aus der Tierbefreiungsbewegung&#8220; vom 02.11.-14.12.2005 in Berlin.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Until Every Cage Is Empty! Einf\u00fchrung in den Tierbefreiungsgedanken. Animal Liberation! Anf\u00e4nge einer Bewegung Ende der 60er, Anfang der 70er gehen erstmals Bilder durch die Medien, die mensch so zuvor noch nie gesehen hat. 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